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p. 279, dem über dieses Geschlecht handelnden Capitel die Ueberschrift „Yon den ver-steinten Bischofsstäben oder den Lituiten" gegeben hat.
Zuerst hat W aiilenbeeg (Petrific. Teil. Suecanae, p. 83) bei der betrachteten Ce-phalopoden-Gattung einen Unterschied zwischen Lituitcte perfecti und Lituitae imperfectigemacht. Die ersteren, welche er allein als etwas völlig Eigenartiges gelten lässt, be-stehen nach ihm aus einer von mehreren dünnen Umgängen gebildeten und relativschmalen Spiralscheibe, von welcher aus die Röhre in gerader Richtung sich fortsetzt,jedoch anfangs noch eine schwache Biegung nach der Innenseite macht, „als ob siedie Spirale nicht hätte verlassen wollen." So komme denn die Form eines baculuspastoris vel episcopalis zu Stande. Dagegen entbehrten die Lituitae imperfectiores fastimmer eines eigentlichen geraden Stabes oder ausgereckten Theiles, und hätten eineweniger vollkommen eingerollte Spirale, was bedingt sei durch die mehr conische, anOrthoceras gemahnende Gestalt des ganzen Gehäuses (die liier irrthümlich als einunterscheidendes Merkmal angenommen wird); die Umgänge lägen nicht aneinander,möge nun die Mitte offen sein, oder dort bereits das Gehäuse beginnen, sondern dieWindungen gingen mehr und mehr centrifugal auseinander und endeten so in einemkrummen, bloss unbedeutend gestreckten Schwanz. Unrichtig ist hier zunächst schon,class die Umgänge sich nie berühren sollen, und gerade bei einer sogleich noch zu er-wähnenden imperfecten Form, auf die W ahlenbeeg speciell hinweist, ist dies bei deminneren Theile ganz entschieden der Fall.
Der angegebenen Eintheilung ist Q uenstedt 1 ) in seinen paläontologischen Werken,sowie auch C. L ossen 2 ) in einer verdienstlichen Arbeit über Lituiten im Wesentlichenbeigetreten. Letzterer bezeichnet, übereinstimmend mit Q uenstedt , als perfectioressolche Formen, die eine kleine Spirale und einen sehr langen geraden Theil haben,und als imperfectiores diejenigen, welche bei grosser Spirale sich nur wenig in geraderLinie erstrecken. Nun hat aber W aiilenbeeg als Beispiel eines imperfecten Lituitendie bei K noee und W alch Suppl.-Taf. IY. b. Fig. 1 abgebildete und von mir alsLit. Declieni beschriebene Form hervorgehoben, welche im Gegentheil einen sehr langengestreckten Arm besitzt; ähnlich ist es bei meinem TAt. heros und auch bei Lit. Danckel-manni ist die freie Fortsetzung des Gehäuses eher lang als kurz zu nennen. Dabei
') Cephalopoden, p. 50; Handbuch der Petrefaktenkunde, 2. Aufl., Tübingen 1867, p. 410. DerAutor fasst übrigens den Begriff Lituites viel zu weit, indem er sämmtliche gekrümmten Nautileenmit Ausnahme der nur ans einer ganz geschlossenen Spirale bestehenden Nautiliten (also z. B. auchGyrtoceras und Phragmoceras ) dahin zählt.
2 ) Zeitschr. d. deutsch, geolog. Ges., XII. p. 15. Die in Quenstedt's Cephalopoden bezüglich derSpiralumgänge der imperfecten Lituiten gemachte Angabe, dass ihre Bauchseite, auch wenn sie hartaneinander liegen, keine Spur von Eindruck zeige und daher nur die Krümmung, nicht der Umfangder Röhre am Ende sich verändere, wird hier p. 22 schon widerlegt.