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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
207
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Besichtigung der hiesigen Sammlung jenes Gesteins sofort erklärte, dass dasselbe voll-kommen der neuerdings als Kegel'sche Schicht (D. 2) von ihm unterschiedenen höherenEtage der Jewe'schen Zone aequivalent sei. Boll, av eich er davon in Mecklenburg viel ge-sammelt hat, verglich es mit dem englischen Caradoc und gebrauchte dafür den Namen Carado c-Sandstei n " Avill man überhaupt eine Parallelisirung mit dem Silur-System Englands versuchen, so würde es in den obersten Horizont der Llandeilo flags,also unmittelbar unter Mukchison's Caradoc or Bala rocks, zu stellen sein. Meisten-theils hat man die Geschiebe dieser Art bisher mit dem Orthocerenkalk vereinigt,

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Avas sich einigermaassen daraus erklärt, dass einzelne Abänderungen von hellgrauemdichten Ortho cerenkalk eine geAA'isse Aehnlichkeit mit unserem Gestein zeigen; indessenist sein paläontologischer Charakter ein total anderer, Avie sich dies schon in demvölligen Zurücktreten der Asaphiden und Orthoceratiten ausprägt.

Wollte man das Gestein paläontologisch benennen, so würde es am nächstenliegen, die BezeichnungDianulites-Kalk" oder Chasmops-Kalk" zu wählen.Erstere ist jedoch deshalb wenig geeignet, weil Dianulites- Arten auch in andern unter-sliurischen Etagen sehr verbreitet sind, letztere aus dem Grunde, weil seit Längeremder NameChasmops-Kalk" für bestimmte anstehende Lager in Schweden üblich ist.Besser wäre schon und jedenfalls scharf bezeichnend der AusdruckMacroura-Kalk",den mir Fe. Schmidt beiläufig vorgeschlagen hat. Ihrer Zusammensetzung sowie demäusseren Ansehen nach ist diese Gerölle-Art ein kieseliger Mergelkalk, allein ohneeinen präcisirenden Zusatz darf dieses Wort seiner allgemeinen Bedeutung Avegen hiernicht angeAvandt werden. Bezeichnender aber ist es, von einem Ho liste i n -Kal k zusprechen, da im vorliegenden Falle dieser Ausdruck in aller Strenge zutrifft. Währendnämlich in anstehenden Gebirgsmassen nordischer Gegenden nichts Aehnliches bekanntist, kommt ganz das nämliche Gestein in losen Blöcken auf Oeland in ziemlich be-schränkter Ausdehnung vor, und ZAvar hauptsächlich im Kirchspiel Segerstad an derSüdostküste der Insel. Sjögren ') hat es dort zuerst beobachtet, seine petrographischeund paläontologische Eigentümlichkeit erkannt und daraus richtig geschlossen, dasses jünger ist als die obersten anstehenden Schichten jenes Eilandes. Ihm zufolge be-stehen diese Gerolle aus einem hell gelblichgrauen Kalkstein, welcher lockerer als derOrthocerenkalk sei und mehr Neigung zeige zu verwittern und auseinander zu fallen,weshalb man auch Stücke von so loser Beschaffenheit antreffe, dass man sie mit derHand entzweibrechen könne; neben Thon und Kieselsand seien ungefähr 30 Procentkohlensaurer Kalk darin vorhanden. Es wird auch von Sjögren eine Reihe von Ver-steinerungen aus dem Oeländischen Schotterkalk namhaft gemacht, und einige derselbensind darauf von Angelin beschrieben worden. Später hat sodann Linnaksson 2 ) weitere

>) Anteckningar om Öland, Öfvers. af Kongl. Yetensk.-Akad. Förhandl., 1851, p. 39 u. 40.

2 ) Geogoliska iakttagelser linder en resa Öland, Geol. Poren, i Stockholm Pörliandl., 187G, p. 81.