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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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von sehr grobeckigem Bruch, die nach den verschiedensten Richtungen zerklüftet sindund stark höckerige und runzelige Schichtungsflächen darbieten. Die Dicke der Plattenbeträgt in der Regel etwa 910 cm, steigt aber auf mehr als 25 cm, und dabei habensie oft mehrere Quadratfuss Flächeninhalt auf ihren Breitseiten. Eigenthümlich sindnoch wurmförmige gekrümmte Wülste von annähernd cylindrischem Querschnitt undoft von hellem Kalkspath erfüllt, die wohl als Algenreste gedeutet werden können.

Was die organischen Ueberreste anbelangt, so zeigen sie sich in relativ geringerMenge; die Geduld des Sammlers wird leicht auf eine harte Probe gestellt, indemman nicht selten Dutzende von diesen Kalkplatten zerschlagen kann, ohne eine Ver-steinerung zu finden. Zu den häufigsten Arten gehört Eehinosphaerites aurantiumWahlenb . ; sodann eine sehr grosse Form von Orthoceras duplex v. giganteum Wahlenb.Wegen der Grösse dieser Orthoceras- Reste, deren dickstes hier gefundenes Exemplar10 cm Durchmesser hat, während das längste 45 cm Länge besitzt, kann man ihnenspeciell den zweiten wahlenberg 'schen Namen giganteum" beilegen. ReguläreOrthoceratiten kommen gleichfalls, jedoch seltener vor; ferner u. a. eine Ecculiom-plialus-Axi. Von Trilobiten erscheint hauptsächlich Chasmops conicophthalmus Boeck etSars sp., und zwar die typische Form, wie sie im oberen Echinosphaeritenkalk und imBrandschiefer Ehstlands sich findet. Ausserdem fand ich in demselben Gestein Asapliuscf. devexus Eichw . und Zethus (Cybele) Wörthii Eichw. sp. Die Bestimmung der vor-genannten Trilobiten hat Fr. Schmidt bei seiner hiesigen Anwesenheit durchweg be-stätigt.

Kaum eine andere Geschiebe-Art entspricht mit gleicher Bestimmtheit dem Echi-nosphaeriten-Niveau Fr. Sciimidt's (C. 1), und zwar gehört sie in dessen obere Abthei-lung hinein und ist somit der jüngste unserer Orthocerenkalke. Indessen ist ein an-stehendes Gestein von einigermaassen übereinstimmender Beschaffenheit bis jetzt wederin Ehstland, noch anderswo beobachtet worden; Fr. Schmidt bemerkte mir, dass allen-falls bei gewissen Schichten, die auf den Inseln Odensholm und Rogö an der Nord-westspitze Ehstland's in jenem Horizont liegen, eine entfernte Aehnlichkeit mit demfraglichen Orthocerenkalk hervortrete. Sehr zutreffend würde für letzteren auch dieBezeichnungEchinosphaeritenkalk mit Chasmops conicophthalmus " sein.

Einer von mir ausgeführten Analyse zufolge ist die Zusammensetzung:

Kieselsäure 20,25

Eisenoxyd 3,41

Thonerde 3,54

Kalk 37,50

Magnesia 2,60

Kohlensäure 30,11

Glühverlust excl. C0 2 . . . 2,57

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