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kalk an; als eine besondere Seltenheit daraus will ich hier noch Lichas celorrhinAng . nennen.
5. Hellgraue dichte oder theilweise krystallinische Orthocerenkalke.
Insgemein sind die Geschiebe dieser Abtheilung gelblichgrau gefärbt, bisweilenauch hell grünlichgrau. Einige derselben sind von gleichmässig dichter Beschaffenheit,meistens aber enthalten sie mehr oder weniger Kalkspaththeilchen eingestreut und sindhäufig ganz durchsetzt von feinen dunkleren Streifen, die wenigstens grossentheils vonzertrümmerten Schalthierresten herrühren.
An Yersteinerungen sind diese hellgrauen Kalke in der Regel reich; man findetdarin u. a. verschiedene Orthoceratiten, Lituites lituus und perfectus, zahlreiche Trilo-biten, die hauptsächlich den Gattungen Asaphus, Illaenus, Cheirurus und Lichas ange-hören, ausserdem aber auch viele Brachiopoden, Gastropoden und Pteropoden undmitunter halbkugelige, meist kleinere Formen von Dianulites Petropolitanus Pander sp.Ein Tlieil der fraglichen Geschiebe entspricht dem Vaginatenkalk im engeren Sinne(B. 3 nach Fr. Schmidt ); dies gilt z. B. von hier gefundenen Stücken mit dem echtenAsaphus expansus Dalm . und mit Amphion Fischeri elchw. Bisweilen enthalten diedahin zu rechnenden Gerolle einzelne kleine Glaukonitkörnchen eingesprengt, alleinnicht entfernt in dem Maasse wie der eigentliche Glaukonitkalk; ganz ähnlich kommtdies beim anstehenden Vaginatenkalk in der Gegend von Reval vor, nach Sjögren aberauch bei dem gemeinen grauen Orthocerenkalk auf Oeland. Hier wie dort ist die ge-nannte Amphion- Art beobachtet. Die Hauptmasse der gegenwärtig betrachteten grauenGeschiebekalke gehört jedoch dem Echinosphaeriten-Niveau Fr. Schmidt's ( C . 1) an,und zwar vorwiegend der tieferen Partie desselben. Speciell gilt das von einem alsIllaenus-Kalk zu bezeichnenden Gestein, einem hellfarbigen, aus bräunlichgrauen undgrünlichgrauen, mehr thonigen Partien zusammengesetzten Kalkstein, welcher einge-lagerte Kalkspaththeilchen und kleine ockergelbe Flecken in grosser Menge enthält;erstere treten manchmal so reichlich auf, dass das Gestein ein halbkrystallinischesAussehen gewinnt, und die Ockerflecken sind gelegentlich als an der Oberfläche ge-glättete Körnchen von schaliger Zusammensetzung zu erkennen. Fast in jedem Stückedieser Geschiebe-Art, welche übrigens nicht zu den häufigeren gehört, findet manReste von Illaenus centaurus Dalm ., unter denen namentlich die mit dicker dunkel-brauner Schale versehenen Pygidien oft vorzüglich erhalten sind; sodann hauptsächlichnoch gewisse /lsa/Pms-Arten, Cheirurus exsul Betr., Ecculiomphalus alatus F. Rohm.und von Cephalopoden Orthoceras- Reste, die zwar gewöhnlich schlecht erhalten sind,aber doch reguläre Formen erkennen lassen, sowie Lituites perfectus Wahlenb.Ich bemerke noch, dass auch die bei Sorau in der Niederlausitz massenhaft angehäuftenhellgrauen Orthocerenkalke in der Hauptsache, wie es scheint, dem unteren Echino-sphaeritenkalk Ehstlands gleichzustellen - sind.