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bürg" gemacht, ein Werk, welches jedoch für die paläontologische Erforschung nurmehr von historischem Interesse ist. Erst durch eine treffliche Arbeit von Ferd. Roemer„über die Diluvial-Geschiebe von nordischen Sedimentgesteinen in der norddeutschenEbene" (Zeitschr. d. deutsch, geolog. Ges., XIV. p. 575—637) wurde eine feste Grund-lage für die nähere Kenntniss unserer versteinerungshaltigen Gerolle geschaffen. Einemonographische Darstellung haben besonders die obersilurischen Geschiebe ge-funden. So beschrieb der eben genannte Paläontologe die Versteinerungen der reichenAnhäufung von Diluvialgeschieben bei Groningen in Holland (hauptsächlich GotländerKorallenkalke, aber auch Beyrichienkalk) im Neuen Jahrb. f. Mineralogie, 1857 u. 1858.Das Graptolithengestein wurde von F. Heidenhain (Zeitschr. d. deutsch, geolog.Ges., XXI. p. 143 —182) und neuerdings von K. Haupt (die Fauna des Graptolithen-Gesteins., Görlitz 1878), beidemal jedoch ungenügend, bearbeitet. Eine recht fleissigeund verdienstliche Untersuchung über den Beyrichienkalk wurde von Herrn A. Krauseveröffentlicht (Zeitschr. d. deutsch, geolog. Ges., XXIX. p. 1—49). Ueber die Geschiebeaus der untersilurischen Abtheilung liegt dagegen als einzige grössere Arbeitdie schon oben angeführte Abhandlung von Ferd. Roemer über die fossilen Reste desSadewitzer Kalks vor.
Grösser ist die Zahl derjenigen Publicationen, welche die Findlings-Versteinerungenbestimmter Bezirke Norddeutschlands zum Gegenstande haben und dabei nicht die ver-schiedenen Geschiebe-Arten auseinander halten, sondern zumeist auf einzelne Gruppenoder Gattungen von Organismen ohne speciellere Rücksicht auf das geologische Alterder Fundgesteine sich beschränken. So haben namentlich die mecklenburgischenGerölle in dem verstorbenen Ernst Boll einen überaus eifrigen Beobachter gefunden,welcher seine werthvollen paläontologischen Beobachtungen über dieselben hauptsächlichin zahlreichen Jahrgängen vom „Archiv des Vereins der Freunde der Naturgeschichtein Mecklenburg" niedergelegt hat; herauszuheben sind darunter namentlich die Bear-beitung der silurischen Oephalopoden (11. Jahrg., p. 58) und die der Beyrichien(16. Jahrg., p. 114). Die Trilobiten der Geschiebe Ost- und Westpreussens wurdenvon Steinhardt (Beiträge zur Naturkunde Preussens, III, 1874), einige in ostpreussi-schen Silurgeschieben gefundene Oephalopoden von Dewitz (vgl. oben, S. 191)beschrieben. Dazu kommt noch eine Aufzählung und Besprechung der Petrefacten aussilurischen und cambrischen Gerollen Schleswig-Holsteins von Gustav Karsten(s. unten). Die Mehrzahl aller dieser Arbeiten leidet an dem sehr empfindlichenMangel, dass der geologische Gesichtspunkt darin wenig oder gar nicht berücksichtigtworden ist.
Kürzere Mittheilungen über einzelne interessante Geschiebe sind in. den Fach-journalen in grosser Zahl zu finden. Namentlich haben Beyricii und Dames seit Jahrenmanche kleinere Beiträge von Wichtigkeit in der Zeitschrift d. deutsch, geolog. Gesell-
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