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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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tum Gothlandicae tum Oelandicae in revolutionibus terrae pristinis per Germaniamseptentrionalem usque ad Lipsiam tarn frequenter dispersa fuerunt, ut permulta petri-ficata pro germanicis habita, quae descripserunt Walch, Knorr, Klein, Wilckens'),Gehler, Schröter aliique, re vera e Svecia primam originem ducant."

Merkwürdigerweise fand aber die Annahme des scandinavischen Ursprungs ver-schiedener von unseren Geschieben bei einigen deutschen Beobachtern lebhaften Wider-spruch. Der um die geognostische Erforschung des heimischen Bodens verdiente frühereGewerbeschuldirektor Klöden hat in seinem WerkeDie Versteinerungen der MarkBrandenburg", 1834, S. 306374, dieser Auffassung eine sehr eingehende Betrachtunggewidmet und zuerst Zweifel an derselben geäussert, obwohl er zugab, dass einigeGeschiebe-Arten schwedischen Gesteinen vollkommen glichen. Durch Vergleichungder Gerölle-Versteinerungen mit denen anderer Länder glaubte er zu finden, dass re-lativ wenige derselben mit schwedischen übereinstimmen, dass weit mehr Arten dessüdlichen Schwedens bei uns fehlen und umgekehrt viele Geschiebe-Petrefacten inSchweden unbekannt seien; seine Bestimmungen sind allerdings in der grossen Mehr-zahl unrichtig und S. 320 meint er sogar, dass das Uebergangsgebirge der Eifel weitmehr Arten enthalte, welche zugleich in der Mark vorkommen, als Schweden. DerReihe nach werden auf S. 354 ff. mehrere Hypothesen erörtert, so z. B., dass die Dilu-vialgeschiebe aus den nördlichsten, noch wenig erforschten Theilen Scandinaviens durchEisfelder herübergekommen seien, oder aber dass sie theilweise von einem jetzt völligzerstörten Flötzgebirge herrührten, welches früher eine Ueberdeckung der anstehendenSchichten des südlichen Schwedens und der Insel Gotland gebildet habe. Zu keinerdieser Anschauungen getraut sich Klöden Stellung zu nehmen, bemerkt zugleich abernoch, dass sehr triftige Gründe der Annahme, nach welcher ein Theil unserer Geschiebenordischen, ein anderer aber anderweitigen Ursprungs sein sollte, widersprächen.Schliesslich bezeichnet er das Resultat seiner Arbeit in Bezug auf die Beantwortungder Frage nach dem Vaterland der Geschiebe als ein fast negatives, und äussert sichdahin, dass eine genauere Kenntniss der letzteren vielleicht weniger, als eine glücklicheHypothese, die Lösung des Problems fördern würde, dass bei dem diluvialen Phänomenviel complicirtere Ursachen und Kräfte, als man bisher glaubte, mitgewirkt habenmüssten und das grosse Räthsel unerforschter als jemals dastehe.

Weitaus bestimmter erklärt sich E. Boll , der treffliche mecklenburgische Ge-schiebeforscher, über den vorliegenden Gegenstand. In seinerGeognosie der deutschenOstseeländer zwischen Eider und Oder", 1846, S. 255, meint er zunächst, dass mandurch die klöden 'schen Untersuchungen von Schwedenemancipirt" worden sei, undweist sodann auf v. Hagenow's monographische Bearbeitung der Rügen'schen Kreide-

') Es stellt hier im OriginalWielcke", was sicher ein Schreib- oder Druckfehler ist.

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