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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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zu suchen sein dürfte; ferner von Eberswalde ein sehr fester Diahasporphyr, welcherin lebhaft dunkelgrüner Grundmasse grössere, unregelmiissig geformte Labrador-Ein-sprenglinge von grünlich- bis gelblich weisser Farbe enthält und einem Gestein von derInsel Hochland im finnischen Meerhusen sehr ähnlich ist. Allein neben diesen eruptivenund krystallinisch-schiefrigen Felsarten zeigen sich die versteinerungsführendenSedimentgesteine in solcher Häufigkeit, dass sie stellenweise sogar den ersteren fastdie Wage halten. Die Kiesgruben der Eberswalder Gegend haben mir denn auch imLaufe einiger Jahre eine so reiche Ausbeute geliefert, dass mir nur noch sehr wenigeder äusserst zahlreichen Arten sedimentärer Geschiebe fehlen, welche bis heute in derLiteratur beschrieben oder erwähnt sind 1 ).

Bekanntlich gehören die meisten fossilhaltigen Diluvialgeschiebe der norddeutschenEbene dem Unter- und Obersilur (aus beiden fast ausschliesslich Kalksteine) undder obersten Abtheilung der Kreideformation oder dem Senon au. Diesen am nächstenin der Häufigkeit stehen Geschiebe des obersten braunen Jura (Kelloway rock),namentlich ein anstehend nicht bekannter, inwendig meist blaugrauer, äusserlich gelb-lichbrauner und oft stark zersetzter Kalkstein mit eingestreuten dunkelbraunen Körnchenvon Eisenoolith und äusserst zahlreichen Conchylien, unter denen neben verschiedenenGastropoden und mehreren schönen Ammoniten besonders Rhynchonella varians ScriLOTH.,Astartc pulla A. E oem . und Avicula echinata Sow. in zahllosen Exemplaren sich finden,ausserdem aber noch viele andere Gattungen von Lamellibranchiaten vertreten sind,wie Ostrea, Pecten, Lima, Gervillia, Alodiola, Trigonia, Cucullaea, Isocardia, Phola-domya, Goniomya und Myacifes. Weniger oft, wenn auch nicht gerade selten, begegnetman cambri sehen Gerollen, welche auf Oeland und namentlich gewisse Punkte dessüdlichen Schwedens, vielleicht z. Th. auch auf Bornholm hinweisen, sowie solchen deroligoeänen Tertiärformation. Dagegen werden Geschiebe aus dem weissenJura, der Weald-B i ldung und dem präsenonen Kreidegebirge nur ganz ver-vorzukommen. Eine Mittheilung über nordische Basalte im Diluviallehm bei Leipzig hat HerrA. Penck im Neuen Jahrb. f. Mineralogie u. s. w., 1877, p. 243, veröffentlicht; worin zugleich diefrüher behaupteten Funde von Basaltgeröllen im Flachland zusammengestellt und die verschiedenenFundpunkte dieses Gesteins in Schonen aufgeführt sind.

') In der Schrift des Herrn Dr. M. BusseDie Mark zwischen Neustadt-Eberswalde, Freien-walde, Oderberg und Joachimsthal", Berlin 1877, heisst es bezüglich der Grandablagerung, beziehungs-weise des Geschiebewalles, um die es sich hier handelt, auf S. 39 u. 58:

Das Material für die Grandmassen haben fast allein die krystallinischen Gesteine herge-geben; die Sedimentärgesteine treten, mit Ausnahme der Kreide, fast ganz zurück."

Das Material der Steinberge und der Grandmassen ist genau dasselbe. Die Ueherein-sti min ung geht so weit, dass im Allgemeinen in den Steinbrüchen seltene Gesteine auch in denGrandlagern ganz zurücktreten."

Diese Angaben beruhen durchaus auf Irrthum.

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