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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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werden konnten. Zu unterst lagert daselbst der blaugraue, schon an seiner äusserstdünnen schieferartigen Schichtung sofort kenntliche geschiebefreie Thon ( Berendt'sDiluvialthonmergel), der hier freilich ziemlich tief liegt und in den Thongruben meistvom Wasser bedeckt ist, dagegen nach 0. zu an einigen Punkten bei Eberswalde näheran die Oberfläche oder selbst (wie in der fiskalischen Lehmgrube am Gesundbrunnen,Oberförstcrei Biesenthal) ganz zu Tage tritt. Nach oben zu geht der geschiebefreieThon in einen äusserst feinen mergeligen Sand über. Darüber folgt sodann in er-heblicher Mächtigkeit der untere gemeine Diluvialmergel oder Geschiebemergel,welcher vorwiegend von dunkel bläulichgrauer Farbe ist und in der ganzen Gegenddas Hauptmaterial für die Ziegelfabrication liefert. Die in demselben eingebettetenGerolle sind nicht eben zahlreich und selten über faustgross, eine nennenswerthe wissen-schaftliche Ausbeute haben mir dieselben nicht gewährt; man findet darunter manchmalKreidestücke und strahlig-krystallinische Markasitknollen. In seinen oberen Lagennimmt dieser untere Mergel ebenfalls den Charakter eines überaus feinen Sandes an,der wesentlich aus einem nicht mehr plastischen Mineralstaub oder Schluff besteht.Dies habe ich beispielsweise vor einigen Jahren in der dicht am Finow-Canal beiITeegermühle gelegenen Schüller 'sehen Thongrube constatirt, wo der untere Geschiebe-mergel zunächst von einer ca. 5 Fuss mächtigen Schicht von blaugrauem, stark kalk-haltigem Mergelsand bedeckt, und über letzterem noch eine ca. 2 Fuss dicke Lageeines gelblichen Glimmersandes zu sehen war, der übrigens nahebei seit längererZeit gewonnen und auf dem dortigen Messingwerk als Formsand benutzt worden ist.Dem Mergellager sind hiernach die mehr oder weniger mächtigen Grandmassen auf-gelagert, in welchen vorzugsweise Kies als Material zum Strassen- und Eisenbahnbaugewonnen wird, und als oberste Bedeckung derselben zeigt sich schliesslich eine 2 bis3 m hohe Schicht von Diluvialsand, der im Aussehen an den sog. Decksand erinnert.

Dass die Grandablagerung zum unteren Diluvium gehört, folgt, abgesehen vonden angegebenen stratigraphischen Verhältnissen, noch aus der relativen Häufigkeit vonUeberresten des Mammuth ( Elephas primigenius Blumenbacii ). Ich gebe nachstehendnur diejenigen darin gefundenen Reste dieses fossilen Elephanten an, welche ich imLaufe der Zeit für die Forstakademie erlangt und z. Th. in der Zeitschr. der deutsch,geolog. Ges. (XXVII. p. 481 u. 710, XXVIII. p. 428) besprochen habe:

1. Von Heegermühle ein b 1 /^ kg wiegender Oberschenkelknochen vom rechtenHinterbein, 7 m unter der Erdoberfläche gefunden, und ein Mittelfussknochen(beide von Herrn v. Alten geschenkt); ein 40 cm langes Bruchstück vom Endeeines Stosszahns und ein kleiner Backenzahn; sodann ein werthvolles Fragmentdes Unterkiefers eines jüngeren Individuums mit dem Rest des alten abgenutztenBackenzahns und einem vorzüglich erhaltenen, für sich allein 3 kg 150 gr wie-genden jungen Backenzahn, der beim Untergang des Thiers noch im Nachkeimen