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ebendort ein grösseres angeschwemmtes Stück von tertiärem Sandstein mit einemLamna-Zahn und hübschen Gastropoden-Resten zugekommen. Ein äusserst seltenesGeschiebe, nämlich eine Platte des zuerst von Beykich am Kreuzberg bei Berlin beob-achteten Cyrenen-Kalksteins aus der Wealden-Abtheilung'), fand Herr v. Altenin dem Steinlager bei Chorinchen.
Südlich von der Joachimsthal-Liepe-Lunower Geröllmauer erstreckt sich nun eineohne Zweifel zu einer und derselben geologischen Bildung gehörende Reihe von Grand-lagern, welche im W. zunächst bei Heegermühle, V 2 Meile westlich vom hiesigenBahnhof, sodann bei Eberswalde selbst und auch an einigen zwischen diesen beidenOrten liegenden Punkten aufgeschlossen sind, und weiterhin nach 0. zu bei Brahlitzauf der Neuenhagener Insel sowie noch bei Ilohen-Saaten a. d. Oder zu Tage treten.Sie liegen gleichfalls auf einer krummen Linie, deren westlicher und östlicher End-punkt nördlicher liegen als ihr mittlerer Theil, jedoch ist dieselbe viel schwächer ge-bogen als die von obigem Geschiebezug gebildete Curve und läuft im Ganzen ziemlichgenau von W. nach 0. in einer Erstreckung von 4 Meilen. Obwohl somit diese beidenLinien nicht parallel verlaufen, vielmehr nach links wie nach rechts stark auseinander-gehen, sind sie doch ziemlich symmetrisch zueinander gestellt: die nördliche hat un-gefähr die Form einer gegen N. offenen Parabel, deren Scheitel in mässigem Abstandüber der mittleren Einsenkung des von der südlichen Linie gebildeten, sehr flachenKreisbogens liegt; ihre gegenseitige Entfernung beträgt von Hohen-Saaten aus ca.% Meilen, in der centralen Region bei Brahlitz und Liepe x / 2 Meile, dagegen überEberswalde, im W. der Mitte, etwa 1 Meile und an den westlichen Ausläufen zwischenHeegermühle und Joachimsthal beinahe 2 Meilen. Die Divergenz ist also nach 0. be-deutend geringer als auf der entgegengesetzten Seite. Ohne auf eine nähere Erörterungder genetischen Fragen einzugehen, welche sich bei der Betrachtung dieser eigenthüm-lichen Ablagerungsformen aufwerfen, die übrigens auch nicht zur Aufgabe der gegen-wärtigen Arbeit gehören, bemerke ich hierzu nur soviel, class der Geschiebewall imSinne der Gletscherhypothese, welche neuerdings bei unsern Flachlands - Geologen sehrin den Vordergrund getreten ist, als Ueberbleibsel der Endmoräne einer Ungeheuern,von N. gegen S. fortgeschobenen Gletschermasse aufgefasst werden kann, während diesog. Drifttheorie darin eine Strandbildung des früheren Diluvialmeeres erkennen muss.
Die Grandablagerung, von der vorhin die Rede war, gehört sicher dem unterenDiluvium an, welches überhaupt in der Eberswalder Gegend hauptsächlich vertretenist, obwohl ich bisher die an andern Punkten Norddeutschlands für diese Etage charak-teristische Paludina diluviana Kunth hierorts noch nicht entdeckt habe. Zunächst folgtdies aus den LagerungsVerhältnissen, welche bei Heegermühle besonders gut beobachtet
') cf. R emele , Zeitschr. d. deutsch, geolog. Ges., XXVIII. p. 427.