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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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und Syenitgranit, Felsitporphyre, darunter ziemlich häufig eine mit dem betreffendenPorphyr von Elfdalen in Schweden (Dalekarlien) völlig übereinstimmende, krystallarmeund streifig gefärbte Abänderung mit splittrigem Bruch, ferner Diorite, Diabase u. s. w.,überhaupt fast alle der in der Arbeit von Tli. L iebisch über die massigen nordischenGesteine in Schlesien (Breslau 1874) besprochenen Felsarten. Dagegen treten in denSteinbergen die Gesteine der fossilführenden Sedimentformationen sehr zurück.Yon diesen trifft man vielleicht am meisten noch harte, graue und stark fettglänzendeSandsteine von quarzitähnlichem Aussehen, welche, einer mir von Prof. Damesgemachten Bemerkung zufolge, auf die cambrische Formation des südlichen Schwedenszurückzuführen sein dürften; z. Th. enthalten sie eigenthümliche parallele, gleichfallsvon Sandsteinmasse erfüllte Röhren, welche man unter dem Namen Scolithes linearisbeschrieben und als Algenreste zu deuten versucht hat, deren wahre Natur indess nochganz zweifelhaft ist'). Daneben kommt ein roth gebänderter Sandstein vor, dernach einer Angabe von Dr. Liebisch mit gewissen, allerdings versteinerungsleeren Fels-massen des schwedischen Hochlandes (Jemtland) durchaus übereinstimmt. Die sonstso häufigen Orthocerenkalke werden nur sehr spärlich angetroffen, und den gleichhäufigen Beyrichienkalk habe ich, ausser einem losen Exemplar von Atrypa reticu-laris Dalm. (Linne sp.) und einem kleinen losen Ortlioceras- Fragment, die allenfallsdahin gehören könnten und von Liepe sind, bis jetzt in dem fraglichen Geschiebewallnoch nicht beobachtet, womit ich allerdings sein Fehlen in demselben keineswegs be-haupten will. Den obersilurischen Graptolithenkalk fand ich vereinzelt bei Joachims-thal, Kreidepetrefacten und Flintknollen in etwas grösserer Zahl bei Liepe 2 ).Aus den Steingruben bei Lunow erhielt ich durch Herrn Lange ausser einigen losenPetrefacten des oberen braunen Jura (Kelloway rock) ein 36 cm oder beinahe 14 Zollim Durchmesser haltendes Prachtexemplar eines Ammoniten, zur Gruppe der Planu-laten gehörig, welches in einem mächtigen Geschiebe von eisenschüssigem Jurakalkzugleich mit mehreren Exemplaren einer grossen Gervillia (aus der Verwandtschaft vonGen. aviculoides Sow. und Gero, pernoides Deslongch .) eingebettet lag; ferner nocheinen sehr hübsch erhaltenen Planulaten von 14,5 cm = 5V 2 Zoll Durchmesser, der dieHauptmerkmale von Ammonites polyplocus Reinecke zeigt. Ausserdem ist mir von

') cf. Dames , Zeitschr. der deutsch, geolog. Ges, XXXI. p. 210.

Man hat das betr. Gestein auch Wurmsandstein oder drgrticofa-Sandstein genannt. Dasses übrigens mit den Röhren bohrender Würmer nichts zu schaffen hat, wurde von Dames dargethan.Jentzsci-i (ib. p. 792) bemerkt, dass dergleichen Geschiebe besonders häufig an der unteren Elbe heiSchulau seien, auch noch in den Weichselgegenden (Danzig, Bromberg) angetroffen würden, dagegenin Ostpreussen fehlten.

a ) Auch kugelige Concretionen von Markasit, welche zuverlässig der Kreide entstammen,kommen in dem Geschiehewall nicht selten vor.