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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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früheren Forsteleven v. Alten und Berkhodt , Bergrath v. Gellhorn , GymnasiallehrerIIentig hierselbst, Lehrer Lange zu Oderberg i. d. M. Mit besonderem Danke habeich auch anzuführen, dass mir von Seiten des Magistrats hiesiger Stadt durch Schreibenvom 22. Mai 1878 die in den städtischen Kiesgruben lagernden Kalksteingeschiebe zubeliebiger Verfügung gestellt worden sind. In dem verflossenen Jahre hat der Assistentdes chemischen Laboratoriums, Herr E. Ramann , mit grossem Eifer in hiesiger Gegendgesammelt und manches werthvolle Stück der akademischen Sammlung zugeführt. Viele,theils grössere, theils kleinere Geschiebe-Collectionen habe ich auch bei verschiedenenGelegenheiten für die Forstakademie angekauft, unter denen vor Allein die im Herbstevorigen Jahres erworbene E. klrchner 'sche Sammlung, welche namentlich reich anschönen Versteinerungen des Orthocerenkalks aus der Gegend von Gransee und vonWalchow bei Fehrbellin ist, Erwähnung verdient. Diese von einem der emsigstenNaturaliensammler der Mark Brandenburg herrührende Collection hat dadurch nocheinen höheren Werth, dass viele der Originaletiketten von Bevricii's Hand sind.

Ueber die Art und Weise, wie die Geschiebe in der Eberswalder Gegendauftreten, ist Einiges vorauszuschicken. Bekanntlich kommen sie in den diluvialen Ge-bilden Norddeutschlands überhaupt sehr verschiedenartig abgelagert vor, bald unregel-mässig zerstreut im oberen und unteren gemeinen Diluvialmergel, im Diluvialsand undGrand, bald in wenig mächtigen, meist local auftretenden Lagen, oder auch in einzelnengrösseren Anhäufungen. Von letzterer Art sind die sogenannten Steinberge oderGeschiebewälle, welche schon Girard 1 ) erwähnt. Unter diesen Geschiebezügen istnun der südlichste, auch in gewerblicher Hinsicht, von besonderer Bedeutung. Derselbebildet eine, bald mehr, bald weniger über das Niveau der Umgebung hervorragendeHügelkette, welche aus der Gegend a r on Lüdersdorf und Lunow a. d. Oder, 3 / 4 Meilensüdlich von Stolpe, zunächst gegen SW. auf Oderberg sich hinzieht, sodann in beinahewestlicher Richtung bis unweit nördlich von Liepe fortgeht, weiterhin gegen NW.nach Chorinchen sich verfolgen lässt und von dort in mehr nördlicher Richtung überSenftenhütte bis Joachimsthal verläuft. Es ist dies eine etwas zugespitzte, gegenS. gekrümmte Curvenlinie, deren Scheitel bei Liepe liegt. Im Innern dieser Hügel,und oft nur durch eine schwache Erddecke dem Auge verborgen, liegt Geschiebe anGeschiebe, darunter manche von beträchtlichen Dimensionen, aber Alles regellos durch-einander, während die benachbarten Anhöhen ganz anders zusammengesetzt sind; dieZwischenmasse der Gerölle ist ein sandiger Mergel, mehrfach von weissen Adern undNestern von kohlensaurem Kalk durchsetzt. Dem Petrographen bietet sich in den ge-nannten Steinbergen eine lohnende Ausbeute. Hier finden sich nämlich neben Glim-mer- und Hornblendegneiss die verschiedensten Alteruptivgesteine: Granit

') Die norddeutsche Ebene, Berlin 1855, p. 52.