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Anders verhält es sich hei den Beobachtungen für die geringeren Tiefen. Umbei diesen aus den zweimaligen Ablesungen die mittlere Tages-Temperatur näherungs-weise zu bestimmen, müssten bei ihnen zuerst noch Correctionen angebracht werden.Diese sind aber vorläufig noch unbekannt und könnten auch erst dadurch gefundenwerden, dass stündliche oder wenigstens zweistündliche Beobachtungen der Temperaturfür die oberen Erdschichten längere Zeit fortgesetzt werden. Für diese Tiefen werdendaher die zweimaligen Beobachtungen um 8 h und um 2 h keine absoluten, sondern nurrelative Werthe liefern, aus denen der Einfluss des Waldes auf die Temperaturverhält-nisse in den oberen Erdschichten abgeleitet werden kann.
Endlich kann auch der Versuch gemacht werden, aus den Beobachtungen dieLeitungsfähigkeit für die Wärme in den verschiedenen Bodenschichten oder vielmehrdas Verhältniss dieser Leitungsfähigkeit k zur Wärmecapacität c (Produkt aus specifischerWärme und Dichtigkeit) zu berechnen. Zu diesem Zwecke wurden die vierzehntägigenMittelwerthe der zweistündlichen Beobachtungen durch die in der Meteorologie so viel-fach angewandte Bessel'sclie Formel dargestellt, welche zur Bestimmung einer beliebigenperiodischen Grösse dient uncl die von Bessel selbst zur Berechnung der Mitteltemperaturder atmosphärischen Luft für jeden fünften Tag des Jahres aus 24jährigen Beobach-tungen (1799—1822) zu Königsberg benutzt worden ist. Nach derselben kann eineperiodische Grösse y durch die Gleichung:
V = M o + u i • sin ( ^ 27t) + u 2 . sin ( ü 2 + j . 4?r) + . . .
ausgedrückt werden, wo u 0 , w, , u 2 . . . ; U 1 , U. 2 . . . constante Grössen bedeuten, pdie Periode der Erscheinung und t ihre Phase angiebt, also y unverändert bleibt, wennt um p oder ein Vielfaches von p vergrössert oder verkleinert wird. Für den vor-liegenden Fall, in welchem die tägliche Temperaturcurve in verschiedenen Tiefen desErdbodens ausgedrückt werden soll, ist p = 24 Stunden und desshalb wird der Werthvon y die Form annehmen:
y = u 0 -+- m x sin ( U x + 15 . t) + w 2 . sin ( U 2 + 80 t) + . . .
Da für die Periode von 24 Stunden y 12 mal beobachtet ist und zwar für die Werthet = 0,2, ... 22, so konnten für jede Tiefe, für welche die Beobachtungen stattgefundenhatten, die Werthe der Constanten berechnet werden. Als Kesultat der Rechnung, beiwelcher die Beobachtungen für die Oberfläche aus dem auf S. 154 angegebenen Grundeortgelassen sind und die so ausgeführt wurde, dass die Summe der Quadrate der Fehlerfein Minimum wird, erhält man für die
Beobachtungen im Freien:
für 0,15 m Tiefe: w 0 = 19,97;
m x = 2,7168; u 2 = 0,4076; w 3 = 0,0389; u 4 = 0,0513
Z7 X = 191 0 15'; U 2 — 356" 57'; U a = 223" 16'; Z7 4 = 163 n 0'.