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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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dieser Raupe an Obstbäumen, Weissdorn, Eichen so zahlreich, dass ohne eine zeitigeEntfernung derselben ein allgemeiner Kahlfrass zu befürchten stand. 1877 schon tratensie auch draussen, wo nichtabgeraupt" war, in ganz merklich verringerter Anzahlauf, 1878 fanden sich nur wenige mehr, und diese wenigen waren nur schwach mitRaupen besetzt, 1879 alle verschwunden.

Aehnlich wie beim letzt genannten Falter verhielt es sich mit den forstlich wich-tigen Gastropachen, mit Gastropacha pini, neustria und lanestris in unserer nächstenUmgebung. Yon Gast, pini fand ich 1877 auf meinen Streifereien durch unsere Be-stände ab und zu ein Weibchen an den Stämmen, im Ganzen etwa ein Dutzend. ZuZeiten normaler Vermehrung lässt sich bei einer solchen Erscheinung für das folgendeJahr keine Massenvermehrung erwarten, allein bereits ein Uebergang zu einer solchenbefürchten. Statt dessen aber ging auch diese Art zurück; 1878 konnte ich kaumnoch ein Exemplar auffinden und habe 1879 keins gesehen. Verschwunden ist dieserKiefernfeind freilich nicht, da eine oder andere Raupe noch vorkam, aber sein Zurück-gehen doch sichtlich genug. Gastrapacha rubi dagegen, welche nur an Kräutern lebt,ist in ihrer stets häufigen Anzahl nicht vermindert.

Ueber den Ringelspinner, dessen Raupen hier zumeist auf Obstbäumen, die vonmonacha nicht befallen werden, leben, lässt sich auch die starke Verminderung von 1877auf 1878 und 1799 constatiren. Zur Zeit, wo die Nonne schliesslich ganz verschwand,ging diese Art rasch bis zur Unschädlichkeit zurück.

Die Erscheinung in dem Auftreten des Gastropacha lanestris bildet allerdingsetwas Eigenthümliches. Die mächtigen Beutelnester der Raupe an den Birken waren1879 weniger selten, als in den beiden vorhergehenden Jahren. Allein diese Artzeichnet sich bekanntlich durch ein häufig mehrjähriges Ueberliegen der Puppen aus,und so steht sie auch unter ganz normalen Verhältnissen in ihrer allmälig fortschrei-tenden Vermehrung ausser aller Berechnung. Sie sei hier nur aufgeführt, weil ihreriesigen Nester 1879 meist angefüllt waren mit todten, etwa bis zur dritten Häutunggelangten Raupen; in einem solchen fand sich am 15. Juli nebst Hunderten von todtennur eine einzige, fast erwachsene, anscheinend ganz gesunde Raupe.

Wie dieses plötzliche Eingehen so zahlreicher unerwachsener Raupen mit dendurch die Massenvermehrung der Nonne entstandenen zahllosen Parasiten zusammen-hängt, lässt sich schwerlich nachweisen. Sie scheinen vielmehr durch parasitischePilze zu Grunde gegangen zu sein, welche auch sonst ihre vernichtende Wirkung ver-breiteten. So starben hier viele Tausende von einer kleinen Syrphus durch Empusarnuscae, deren Individuen wir 1879 im Sommer an einzelnen Grasrispen, Blüthen-ständen von Gnaphalien, Wegerich u. a., oft zu Dutzenden zusammen verendetfanden.

Das steht jedenfalls fest, dass mit dem Verschwinden der Nonne zugleich jede