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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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hatten keine oder nur wenige Eier bei sich. An anderen dagegen wurden noch zahl-reiche Eierhaufen abgelegt. Allein im nächsten Frfthlinge kam von tausend und abertausend Räupchen kaum eins zur vollen Entwickelung. Im Sommer 1878 habe ich imGanzen nur drei Nonnenfalter auf allen meinen Excursionen in unserer Umgehung ge-funden, im nächsten auch nicht einen einzigen mehr. Im Frühling 1878 war somitplötzlich nicht nur die Calamität verschwunden, sondern die Nonne bis auf fast dasletzte Individuum vernichtet. Aehnliches scheint sich auch in anderen Revieren er-eignet zu haben. Wenn der Bericht aus dem Reviere Neuholland bemerkt, dass imMai auf den Culturen zahlreiche Räupchen erschienen und bald wieder verschwundenseien, wenn der aus Reiersdorf dasselbe von einjährigen Kiefern mittheilt, so ist dasganz dieselbe Erscheinung, wie wir sie im Frühlinge 1878 erlebten. Die Yermuthung,diese Räupchen seien zu den Beständen zurückgewandert, beruht sicher auf einem Irr-thum. Sie sind bereits vor ihrer ersten Häutung eingegangen.

Diese Folge der Massenvermehrung der Nonne griff aber über den Kreis diesesInsectes vielfach hinaus. Die ungeheure Menge der Parasiten fand sehr bald nichtmehr die ausreichende Anzahl von Nonnenraupen als Wirthe für ihre Brut und gingauf ähnliche Raupen über und zwar nach dem Grade der Verwandtschaft mit denNonnen.

Zunächst wurde der Schwammspinner (Liparis dispar) ergriffen. Nachdem aneinzelnen Stellen, namentlich im Mittelbruch unserer Stadtforst im Spätsommer 1876einzelne Weibchen an den Stämmen bemerkt wurden, erregte er im folgenden Jahredaselbst bereits Besorgniss. Im Herbst 1877 fanden sich seine mit Eiern voll gefülltenSchwärhme daselbst zahlreich an Birken, Kiefern, Erlen u. a., 3 bis 5 Schwämme aneinem Stamme waren nichts Ungewöhnliches. Im Frühlinge 1878 sassen die schwarzenRäupchen daselbst in mächtigen Spiegeln und nach einigen Wochen fielen die Birken-blätter an der Basis der Blattfläche am Stiele durchbissen, auch wohl schwach ausge-nagt, zu Boden. Allein mit diesem ersten und letzten Lebenszeichen war alles ver-schwunden. An einer Hainbuchenecke brachten es diese Raupen bis zur zweitenHäutung. Als ich die seit ihrem Entstehen in Beobachtung genommenen bei einemBesuche vermisste, entdeckte ich sie vereinzelt unter je einem Blatte sitzend und nebenjeder das Cocon eines Microgaster. Auch nicht eine einzige kam dort bis zur drittenHäutung. Die Gefahr, auch noch den polyphagen dispar in Masse zu erhalten, warsomit ebenfalls gründlich beseitigt. Jedoch so radical, als mit Liparis monacha, wardhier nicht aufgeräumt. An Stellen, an denen die Nonne nicht auftrat (Gärten, Obst-alleen u. dergl.), an denen folglich auch die Parasiten derselben sich nicht entwickelthatten, sind immerhin noch einzelne dispar verschont geblieben. Im Sommer 1879sah ich noch Männchen umherschwärmen und fand noch zwei Weibchen.

Als demnächstige Verwandte muss Liparis Salicis aufgeführt werden. Jahr auf