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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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Raupen begnügen sich nicht mit den, übrigens alsdann oft noch kaum entwickeltenNadeln, sondern sie greifen die noch krautartigen Triebe selbst an, so dass der Terpentinan zahlreichen Stellen als Tröpfchen hervortritt. Diese Triebe sterben ab, und da dieRaupen gar bald auf die vorigjährigen Nadeln übergehen, so stehen die theilweise ent-nadelten Pflanzen da mit schwarzen, verbogenen, kaum halb entwickelten, kahlenMaitrieben, und bieten so ein sehr charakteristisches Bild dieses sekundären Nonnen-frasses. Auffallend und m. W. unaufgeklärt ist dabei die Thatsache, dass einzelnePflanzen, die sich nach Standort oder Wuchs gar nicht besonders von den übrigen ab-heben, so ausserordentlich stark in dieser Weise befallen werden. Solche gehen, nach-dem sie noch schwache Yersuche, ihr Leben zu erhalten, durch die Entwickelung vonScheideknospen gemacht haben, meist schon im folgenden Jahre ein. Der Bericht ausdem Revier Neuholland bezeichnet als die so vorwiegend befallenen die vorwüchsigenStämmchen. Ich erinnere mich nicht, die gleiche Wahrnehmung gemacht zu haben.In diesem Reviere war höchstens 8 pCt. Nachbesserung nothwendig, im Reviere Falken-hagen auf 3- bis 8jährigen Schonungen 10 bis 25 pCt., dagegen zeigten die älterenals 8jährigen keine nachtheiligen Folgen. Sterben nur die letzten Triebe ab, so ähneltdie Pflanze später denen, welche von Tortrix buoliana, duplana oder turionana befallensind. Schliesslich sei noch bemerkt, dass auch Stangenorte von den benachbartenhöheren Beständen bewehet werden können, also alsdann nicht bloss dem Primär-sondern auch dem Secundärfrasse ausgesetzt sind. Je älter die Pflanzen sind, aufwelche die abgewehten Räupchen gelangen, desto mehr verliert sich wegen der reichenVerzweigung und Benadelung dieser Pflanzen, der spezifische Charakter des Secundär-frasses, und schon die älteren Schonungen zeigen solche Raupen durchaus nicht vor-wiegend an den jüngsten Bildungen, sondern überall beliebig A r ertheilt.

2. Folgen der Massenvermelirung der Nonne für die Ranbiusecten und Parasiten.

Bei local auftretender Massenvermehrung der Nonne sowie mancher andererRaupen bleiben auch mehrere Yogelspezies nicht unbeeinflusst. Dass der Kukuk sichin seinen Individuen aus der Umgegend nach solchen Stellen concentrirt, ist oft genugbeobachtet; auch verweilen junge, eben flügge Spechte, die zu einem kräftigeremHämmern und Hacken noch nicht gehörig erstarkt sind, gern dort, wo auf kleinenRäumen vereint an den Baumzweigen und Stämmen sich nicht zu sehr durch Gespinnsteverhüllte Puppen in Menge finden. Bei weit ausgedehnten Calamitäten dagegen, wiedie hier in Rede stehende, bleiben die betreffenden Yögel sämmtlich in normaler Weisedünn vertheilt. Sie mögen manche Raupe und Puppe verzehren, allein wegen dieserVereinzelung fällt eine solche Arbeit durchaus nicht ins Gewicht.

Gänzlich anders verhält es sich mit gewissen Raubinsecten und namentlich mit