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Im ersten Reg.-Bez. war die Nonne weit allgemeiner aufgetreten, als in den anderen,woselbst die meisten vom Nonnenfrass ganz oder fast ganz verschont geblieben waren.Zuweilen wurde der Einfluss der Nonne durch das gleichzeitige Auftreten einer anderenRaupe an denselben Orten, wie der des Schwammspinners in Torgelow, der Forleulein Eggesin, mehr oder weniger verwischt, war deshalb dort nicht klar zu erkennen.
Primärfrass.
Die schädliche Bedeutung des Primärfrasses der Nonne in Kiefern wird zunächstdurch den eben erwähnten Umstand abgeschwächt, dass bei demselben die Spitzen derKronen, wenigstens die Endknospen verschont zu bleiben pflegen, welche dann imnächsten Jahre wiederum zu treiben beginnen. Sind ausserdem noch Nadelbüschel,wie gewöhnlich, vorhanden, so erholt sich der Baum allmälig wieder, wenn nicht, sogeht er häufig in einem der nächsten Jahre ein und verfällt der Durchforstung. Allein,da fast stets nur einzelne Stämme so stark befallen zu sein pflegen, so ist eben nureine solche, vielleicht starke, aber kein Kahlhieb nothwendig. In keinem der mirbekannt gewordenen Fälle hat der Nonnenfrass einen völligen Abtrieb ganzer Flächenzur Folge gehabt. Jeder stärkere Windstoss wirft die Raupen aus der Krone herabund entlastet die Bäume. Diese Raupen gelangen nur zum Theil und auch dann nichtohne mancherlei vorhergehende Irrwege an den unteren bereits kahl gefressenen Zweigenwieder zur Krone, um vielleicht gar bald wieder zum Yortheil des Hauptbestandesabgewehet zu werden. Während der Baum sich fortwährend weiter entfaltet, pflegtalso der heftige Nonnenfrass mehrmal unterbrochen und durch jede Unterbrechung auchnoch abgeschwächt zu werden. Dass demnach auch bei einer Massenvermehrung desInsectes die Spitzen der Kronen noch Nadelbüschel behalten, liegt in der Lebensweisedesselben begründet. Es kommt noch ein äusserst günstiges Moment hinzu. Es habennämlich die Bäume einen so starken Stoss in der herrschenden Frassperiode nur eineinziges Mal zu bestehen. Ein heftiger Frass tritt in demselben Bestände nicht zweiJahre nach einander auf. Die Beweglichkeit des Falters ist seit jeher beobachtet undauch in den verschiedenen vorliegenden Berichten wiederum hervorgehoben. Yon einemzum anderen Jahre verlegt der Falter den Frassherd seiner Raupe in den Beständenfortrückend. Dass dabei die Richtung nach einer bestimmten Himmelsgegend nichtmaassgebend ist, beweisen allein schon die gegenseitig sich widersprechenden Angaben,wie sie in der Literatur und auch in den jetzigen Berichten niedergelegt sind. Durchdie hiesigen Beobachtungen konnte vielmehr festgestellt werden, dass sich der Nonnen-falter als Nachtschmetterling aus den zu licht gefressenen Orten in die zusagendenbenachbarten noch dunkelen oder wenigstens halbdunkelen, ohne Rücksicht auf dieHimmelsrichtung, hineinzieht, diese nun mit Eiern belegt, und so allerdings immer