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Hölzer ohne weiteres Rücken am Wege aufsetzen zu können, hilligen wir nicht. Ganzabgesehen davon, dass durch ein solches Yerfahren die Arbeiten der Waldwegenetz-legung allzu sehr vertheuert werden, ist vor allen Dingen der Umstand zu berücksich-tigen, dass man sich dadurch sehr leicht der Gefahr aussetzt, jetzt Wege anzulegen,welche sich später vielleicht als ungenügend oder ganz entbehrlich erweisen. DieFrage über den Abstand der Nebenwege ist mehr oder weniger noch eine schwebende;der zweckmässigste Abstand ist örtlich und zeitlich zu verschieden, als dass sichmit Sicherheit dafür feste Zahlen angeben lassen. Ueberdies ist in unserer erfindungs-reichen Zeit die Wahrscheinlichkeit nicht ausgeschlossen, dass andere Transport-Ein-richtungen maassgebend auf das Bedürfniss und die Richtung der Nebenwege einwirken;es erscheint daher am gerathensten, Anzahl und Lage der Nebenwege der Zukunft zuüberlassen. Selbstredend wird dabei vorausgesetzt, dass bei der Absteckung der Haupt-weglinien auch genügend auf die spätere Einlage von Nebenwegen Rücksicht genommenworden ist.
III. Entwurf der Districts-Einteilung.
Dem Fntwurfe des Wegenetzes auf der Karte folgt die Projectirung des Districts-Eintheilungsnetzes.
Was die allgemeinen Gesichtspunkte anlangt, so muss sich die Districts-Einthei-lung vorwiegend auf die Trennung der Terrainflächen nach der Bonität des Standortesstützen. Während in den Forsten der Ebene der Grad der Standortsgüte bei der mehrgleichmässigen Einwirkung der climatischen Factoren, hauptsächlich von der Bodenartund ihrer mineralischen Zusammensetzung abhängig ist, treten die Einflüsse der Witte-rung im Gebirge viel prägnanter hervor und spielen darum bei der Districtseintheilungdie vorwiegende Rolle. Aus diesem Grunde sind bei der Districts-Eintheilung dieYerschiedenheiten der Expositionen überall da, wo dieselben die Bonität wesentlichbestimmen, in erster Linie in's Auge zu fassen; es sind demgemäss die Nord- undOsthänge als die gegen schädliche Einwirkungen von Sonne und Wind geschütztenund daher besseren Lagen, von den schlechteren, sich meist scharf markirenden Süd-und Westlagen zu trennen und dem zufolge bei den von Osten nach Westen oder vonNorden nach Süden verlaufenden Gebirgszügen die als scharfe Bonitätsgrenzen auf-tretenden Rückenlinien als Districtsgrenzen zu wählen. Ebenso sind andere auf dieWirthschaft und Bonität wesentlich einwirkenden Naturgrenzen, so die langgestrecktenThalzüge, die das Plateau vom Hang trennenden Terrainlinien, ferner Schluchten,Bäche als Trennungslinien in's Auge zu fassen. —
Unter Befolgung des auch bei der Districts-Eintheilung so wichtigen Grundsatzesvom „Grossen in's Kleine" zu arbeiten, sind zunächst die Hauptabschnitte des Terrains