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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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richtungen zu verstehen, welche die Verbindung zwischen den auf den Wasserscheide-linien auftretenden Gebirgssätteln herstellen und nicht sofort die Absatzrichtung zumThal einschlagen, sondern erst längere Zeit die Höhe einhalten. Sie vermitteln denHolztransport in der Regel nach zwei oder mehreren, aber in entgegengesetzten Rich-tungen liegenden Verbrauchs - Orten, trennen Plateau vom Hange oder umscliliessenbreitere und flach gewölbte Köpfe und gehen dadurch zur Abgrenzung von Districtenund namentlich zur Bildung von Kopfdistricten Veranlassung. Beim Entwürfe dieserRichtungen ist somit der Districts-Eintheilung thunlichst Rechnung zu tragen und zwaretwa in folgender Weise:

a) Die Gebirgssättel sind mit grosser Umsicht auszuwählen; sehr nahe liegende,in ihren Höhen aber sehr von einander abweichende Sattelpunkte sind im Interesseder Eintheilung und Wegprojecte weniger zu berücksichtigen, während weiter entferntliegende Einsenkungen von geringerem Höhenunterschiede und von flacherer Lagezu bevorzugen sind.

b) Bei schmalen unfahrbaren Höhenlinien ist im Interesse der Districts-Einthei-lung die Sattelverbindung nur an einer Seite, aber an der Nord- resp. Ostseite desHöhenzuges zu projectiren, damit die schlechtere Höhenpartie ihrem in der Bonitätmehr gleichstehenden West- resp. Südhange zugetheilt werden kann, während bei flachgewölbten Bergköpfen die Sattelverbindungen auf beiden Seiten derselben zu projectirensind, um zweckmässige Kopfdistricte zu bilden.

c) In Rücksicht darauf, dass die Höhenwege den Holzabsatz nach mehrerenRichtungen befördern, ist das höchste zulässige Gefällprozent nicht anzuwenden undeine etwa 3 prozentige Verbindung in Anbetracht der Ilolzverbringung und der Weg-Unterhaltung als die günstigste anzusehen.

Durch den Entwurf der die wichtigen Punkte im Innern des Waldes mit denAbsatzorten direct oder indirect mittelst Anschlusses an die allgemeinen Verkehrs-Adern verbindenden Wegrichtungen, durch den Entwurf der Rand- und namentlichThalrandwege und durch den Entwurf der Höhenwege ist im grossen Ganzen die Plan-mässigkeit des Wegenetzes und der Grundrahmen für alle späteren Weg-Anlagen her-gestellt, A r orausgesetzt, dass beim Project derselben auf eine systematische, rationelleVerbindung und Zusammenführung dieser Richtungen Bedacht genommen wurde. Diezum vollständigen Aufschluss der einzelnen Wirthschaftsfiguren nothwendigen Neben-wege (Aufschlusswege) sind erst successiv zu projectiren, sobald das Bedürfniss derWirthschaft ihre Anlage erfordert. Nur diejenigen dieser Nebenwege sind in das Wege-netz mit aufzunehmen, welche zur Begrenzung der noch zu projectirenden Wirthschafts-figuren mit zu verwenden sind.

Die hier und da laut gewordene Ansicht, Entwurf und Absteckung von Wald-wegenetzen auch auf alle Nebenwege auszudehnen, um die später zum Hiebe gelangenden