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immer zu erheblichen Missständen, welche entweder in ungünstigen Steigungsverhält-nissen, oder in einer unnöthigen Verlängerung der Wegestrecken oder in kostspieligererConstruction der Wege bestehen. Daneben sind die Sättel für die Wald-Eintheilunginsofern nicht unwichtige Punkte, als durch zweckmässige Wegverbindung geeigneterSattelpunkte nicht selten passende Kopfdistricte geschaffen oder unfahrbare Eintheilungs-linien (Rückenlinien) in fahrbare umgewandelt werden.
Es leuchtet übrigens ein, dass nicht alle Sattelbildungen beim Entwurf des Netzeszu benutzen sind; dass es vielmehr eine der wichtigsten Aufgaben des letzteren bleibt,diejenigen Sattelstellen im Innern des Waldes mit Umsicht und Sachkenntniss in'sAuge zu fassen, welche vermöge ihrer Lage und vor Allem ihrer Erhebung für denvorliegenden Zweck am geeignetesten sind.
Ein wichtiges Moment beim Entwürfe der Hauptadern ist es weiter, dass Pro-ductions- und Consumtions-Orte in angemessenen Steigungen mit einanderverbunden werden.
Hierbei ist zu berücksichtigen:
a) ob die Consumtions-Orte tief oder hoch liegen,
b) ob dem Ilolzabsatze nur nach einer oder nach mehreren Richtungen hin Rechnungzu tragen ist;
c) ob die Fahrbahn kunststrassenmässig zu befestigen ist.
Unter Verhältnissen, wo die Productionsstätten höher als die Consumtionsorte liegen,wo ferner das Holzabsatzgebiet nur nach einer Richtung hin in Frage kommt, derHolztransport also lediglich in der Fallrichtung stattfindet und wo ferner die im Planumgebauten Wegestrecken durch das Hodengestein eine genügend befestigte Unterlage er-halten, ist in Berücksichtigung des Grundsatzes: — „Zeit ist Geld" — insofern derConsument in kürzester Linie den Holztransport bewerkstelligen und der Producent abermit den verhältnissmässig geringsten Wegebau-Kosten seine Verkehrs-Adern bauen,also Umwege vermeiden will - — das höchst zulässige Gefällprozent beim Entwürfedieser Richtungen zu Grunde zu legen. Ohne auf die Theorie der Gefäll-Maxima undMinima hier weiter einzugehen, sei nur bemerkt, dass wir mit anderen Waldwegebau-Technikern unter höchst zulässigem Gefällprozent diejenige Zahl verstehen, durch derenAnwendung noch gut fahrbare und sicher haltbare Wegestrecken herzustellen, durchderen Ueberschreitung aber beide Ziele nicht zu erreichen sind. Diese Gefällzahl istörtlich verschieden; sie ist vorzugsweise bedingt durch die Gebirgsformation, durchdie Bodenverhältnisse und Art des Ausbaues. Erfahrungsmässig ist constatirt, dass aufden härtesten Gesteinsarten, auf Porphyr, Basalt 9—10 pCt., auf weniger harten 7-—8 pCt.und auf weichen 6 pCt. als zulässige Zahlen zu betrachten sind. Dieses Maximalgefällmuss unbedingt bei den Hauptwegen in Rücksicht auf die vorhin ausgesprochenen Grund-sätze zur vollsten Anwendung gelangen. Ein Wechsel in den Gefäll Verhältnissen ist
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