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2. Entwurf des Wegenetzes auf der Terrainkarte.
An die Erledigung dieser Yorarbeiten scliliesst sicli die Construction des Wald-wegenetzes auf der Terrainkarte.
Ein jedes Waldwegenetz ist zusammengesetzt aus mannigfachen Weg-Adern, welchenach ihrer Bedeutung für den Holztransport zweckmässig in Haupt- und Nebenwege,nach ihrer Lage aber im Walde in Höhen-, Thal-, Höhenthal-, Rand- und Hangwegeeinzutheilen sind. — Die beim Entwurf dieser verschiedenen Wegrichtungen zu beach-tenden allgemeinen Gesichtspunkte dürften folgende sein:
A. Hauptwaldwege (ITöhen-Thalwege).
Als Hauptwege sind diejenigen Wegrichtungen zu betrachten, welche den Wald-complex in der Hauptabsatzrichtung durchschneiden, Productions- und Consumtions-stätte entweder direct oder indirect mit der günstigsten oder doch das zulässige (relativhöchste) Prozent nicht überschreitenden Steigung verbinden, mehr oder weniger einerständigen Benutzung unterliegen, Nebenrichtungen aufnehmen und je nach der Gesteins-und Bodenart eine künstliche Steinbahn als Fahrbahn erhalten. Bei Constructiondieser Haupt-Adern ist im Allgemeinen darauf zu achten, dass sie in einfacher undzwangloser Weise und im planmässigen Zusammenhange den Waldcomplex dergestaltdurchschneiden, dass ein Aufschluss nach allen Absatzrichtungen auf dem bequemsten,fahrbarsten, relativ kürzesten Wege ermöglicht und zugleich für alle Waldtheile einmöglichst grosses Absatzbereich geschaffen wird. Diesen Grundsätzen entsprechen vorAllem diejenigen Richtungen, welche die wichtigsten Punkte des Productionsgebietes mitden Consumtionsstätten mittelst zweckentsprechenden Anschlusses an die allgemeinenVerkehrsstrassen verbinden. Als solche Punkte im Walde sind in erster Linie die„ Gebirgssättel" zu betrachten. — Vermöge ihrer eigentümlichen Terrainausformung,welche zu gleicher Zeit nach allen Richtungen hin „Fallen und Steigen" gestattet, sinddie Sättel vor Allem zu vortrefflichen „Knoten- oder Sammelpunkten" geeignet.In ihnen sind die einzelnen Hauptweg-Adern gleich den Fäden eines Netzes zusammen-zufassen, um von hier aus nach den verschiedensten Richtungen und mit den ver-schiedensten Steigungsverhältnissen wieder auseinander zu gehen und dadurch dieAbfuhr nach mehreren Absatzgegenden zu ermöglichen.
Da diese Sättel die „tiefsten" Punkte im A T erlaufe der Gebirgszüge darstellen,so bilden sie die zweckmässigsten und natürlichsten Uebergangs- oder Durchgangsstellen.Sie müssen passirt werden, wenn, um einzelne Waldtheile in der zweckmässigstenRichtung und mit dem angenehmsten Gefäll eaufzuschliessen, nothgedrungen ein Ge-birgszug zu überschreiten ist. Eine Umgehung der Sättel führt in solchen Fällen fast