Druckschrift 
Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
92
Einzelbild herunterladen
 

92

Neben der Coordinaten-Berechnung ist auch noch die Ermittelung der absolutenHöhen der Polygonpunkte zu bewerkstelligen. Aus den gemessenen Höhenwinkeln undder bekannten horizontalen Entfernung der Polygonpunkte ist zunächst der Höhen-unterschied zu berechnen, die algebraische Summe derselben mit der Höhen-Differenzder zu Anschlusspunkten gewählten und in ihren Coordinaten und absoluten Höhenbereits feststehenden Dreieckspunkten zu vergleichen, event. nach Yerhältniss derberechneten Höhenunterschiede zu berichtigen und endlich die absoluten Höhen inbekannter Weise abzuleiten.

Ad 4. Kartiruug.

An die Horizontal- und Vertical-Aufnakme der festgelegten Dreiecks-und Poly-gonpunkte schliesst sich die Kartirung derselben und die Construction der aequidistantenNiveau-Curven. Zu diesem Zwecke ist zunächst auf gut ausgetrocknetem Zeichenpapiereein Quadratnetz, etwa im Maassstabe 1 : 5000 sehr genau zu construiren, bei welchem dieYertical-Linien - von Norden nach Süden laufenden als Abscissen, die Hori-zontalen von Osten nach Westen als Ordinaten zu betrachten sind. Auf diesemNetze sind die Ordinaten und Abscissen in den betreffenden Quadratseiten abzutragenund durch den Schnittpunkt der beiden am Lineale entlang zu ziehenden Ordinaten-und Abscissenlinien ist die Lage des Dreiecks- resp. Polygonpunktes gegeben. DurchYergleichung der Länge zwischen den aufgetragenen Punkten mit der im Terrain oderdurch Rechnung bestimmten horizontalen Entfernung ist eine Controle vorhanden.Yon weniger wichtigen Nebenzügen sind die Coordinaten nicht zu berechnen, sondernmittelst Transporteurs die Lage derselben zu bestimmen.

Das Auftragen der rechtwinkeligen Ueberschläge erfolgt nach den Angaben desVermessungs - Manuals mittelst Ordinatographen und rechtwinkeliger Dreiecke in be-kannter Weise.

Da die Höhenzahlen von den aufgetragenen Dreiecks- resp. Polygonpunkten inder Regel nicht mit den in gleichen Yerticalabständen liegenden (verlaufenden)Schnittpunkten der Niveau-Curven übereinstimmen, so ist zur Construction der letzterenzunächst die Bestimmung der s. g. Curvendurchschnitts- oder Durchgangspunkte erfor-derlich, d. h. derjenigen Punkte auf sämmtlichen aufgetragenen Polygonlinien, welche einebestimmte gleiche, den Niveau-Curven entsprechende Höhenlage anzeigen. Diese Fest-stellung der Curvendurchschnittspunkte ist abhängig von dem nach dem Terrain zuwählenden Yerticalabstande der Niveau-Curven, von den absoluten Höhen und derhorizontalen Entfernung der Polygonpunkte. Sie sind durch Proportions-Rechnung zubestimmen und ist dabei die Anwendung von Diagrammen, Längen-Profilen auchzulässig.

An die Berechnung und das Auftragen der Curvendurchgangspunkte reiht sichsodann die Yerbindung der in gleicher Höhe liegenden Curvendurchschnittspunkte mit