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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
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besonderes Augenmerk zu richten. Bei Zusammenstellung der Winkel im Kreise herumist eine Differenz von 30" als zulässig zu betrachten und gleichmässig zu vertheilen.

Zur Beseitigung des Indexfehlers ist die Höhenwinkel-Messung in beidenLagen des Fernrohres vorzunehmen. Die Winkelmessung auf den Stationspunkten derNebenmessziige ist entweder mittelst Theodolith und Höhenkreis oder unter vielenVerhältnissen am besten mit dem in neuerer Zeit erprobten Tachymeter mit Projections-Apparat auszuführen. Auch zulässig für diese Nebenpunkte ist die Boussole mitHöhenkreis. Eine mehrmalige Winkelbeobachtung kann unterbleiben, doch ist stattdessen die Messung der Winkel in beiden Lagen des Fernrohres und die Messungdes Ergänzungswinkels zu 360 Grad zu bewerkstelligen. Als zulässige Differenz ist1 Minute anzunehmen.

4. Bei-echnung der Coordiiiatenstücke, Coordiuaten und Höhen der Poly-gonpunkte. Nach ausgeführter Längen- und Winkelmessung erfolgt die Bestimmungder Azimuthe aus den bekannten Polygonwinkeln und dem Azimuthe einer Polygon-seite. Letzteres ist nicht in solch umständlicher Weise wie beim trigonometrischenNetze durch Festlegung des geographischen Meridians nach dem Stande der Sonne,und Messung der Neigung der Polygonseite gegen denselben vorzunehmen, sondern esist durch Rechnung das Azimuth auf trigonometrischem Wege, aus den bereits be-rechneten Coordinaten der Dreieckspunkte zu bestimmen, an welches das Polygonnetzangeschlossen wurde.

Durch Vergleich des aus den Coordinaten der Dreieckspunkte abgeleiteten Azimuths,in welchen ein Polygonzug endigt, mit dem aus den Polygonwinkeln und ersten Azimuthedurch Rechnung herzuleitenden Azimuth ist eine Controle der Winkelmessung ge-geben. Ist keine grössere Differenz als pro Winkel 15" vorhanden, so ist eine gleich-mässige Vertlieilung der Winkelfehler auf die Polygonpunkte vorzunehmen, wobei vor-auszusetzen ist, dass die Winkelmessung auf allen Stationen mit gleicher Schärfestattfinden konnte.

An die Azimuthaiwinkelbestimmung event. Winkelberichtigung reiht sich dieBerechnung der Coordinatenstücke auf bekanntem, trigonometrischen Wege. Diealgebraische Summe derselben muss im geschlossenen Polygone 0 ergeben, beim Aus-gang von einem und bei Endigung in einem bereits festgelegten Dreieckspunkte oderPunkte der Landesvermessung mit den Coordinaten-Differenzen der betreffenden Netz-Punkte übereinstimmen. Eine zulässige Differenz von 0,10 pro 100 m ist proportionalden Längen der Coordinatenstücke zu vertheilen. Mit Plülfe der berichtigten Coor-dinaten-Differenzen sind sodann die rechtwinkeligen Coordinaten in Bezug auf einefür das Vermessungsnetz anzunehmende Vermessungsachse (Coordinatenachse) in be-kannter Weise zu ermitteln und schliesslich sämmtliche Berechnungs-Resultate in einem

zur Kartirung und Flächenberechnung zu benutzenden Verzeichnisse zusammenzustellen.

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