selbstständig ausgeführt sein — schliesst sich die Detailmessung, die wichtigsteAufgabe der ganzen Forstvermessung.
Yon den drei wichtigsten Gegenständen der Detailvermessnng
a) von der Aufnahme der Eigenthumsgrenzen, der Gewässer, Kulturgrenzen, Haupt-wege (Communicationswege),
b) von der Aufnahme der Terrain-Höhen und Formen,
c) von der Aufnahme der Wirthschafts- und Abtheilungsfiguren und des Wege-netzes
ist zunächst die Aufnahme und Kartirung der Eigenthumsgrenzen und der Terrainformenund Höhen auszuführen, denn auf letztere basirt bekanntlich der Entwurf des Wald-wegenetzes und die Bildung der Wirthsc.haftsfiguren.
Erst nach örtlicher Absteckung des Wegenetzes und nach Durchlegung undFixirung der Wirthschaftsfiguren hat die Aufnahme und Kartirung derselben und hier-nach die Ausscheidung und-Herausmessung der Abtheilungen innerhalb der Wirthschafts-figuren stattzufinden, eine Aufgabe, welche dem Forsttaxator zu überlassen und hiernicht weiter zu erörtern ist.
Zum Zweck der Aufnahme der ad a und b genannten Gegenstände sind dieNetzpunkte entweder direct oder indirect durch Polygonzüge — Haupt- und Neben-züge — mit einander in Verbindung zu bringen.
1. Bei Festlegung der Hauptniessziige sind folgende allgemeine Gesichts-punkte zu beachten:
a) Die Polygonzüge müssen die Eigenthumsgrenzen vor Allem erfassen und habenmit Rücksicht auf eine getreue Aufnahme der Terrainformen, solche Richtungeneinzuschlagen, dass durch diese das Skelett der Reliefgestaltung, der Zusammen-hang und die Ausdehnung der Terrainformen bezeichnet wird. Hauptwasser-scheiden, Hauptthalzüge, scharfe Bergrücken, also Terrainlinien, welche mehroder weniger das Skelett der künftigen Eintheilung anzeigen, sind in ersterLinie in's Auge zu fassen.
b) Damit die Hauptpolygonzüge eine genaue Controle für die Nebenzüge abgeben,sollen thunlichst alle Netzpunkte auf directestem und auf gut messbaren Wegeverbunden werden.
c) Bei Auswahl der Polygonpunkte ist zu berücksichtigen: dass
«) scharf ein- und ausspringende Ecken thunlichst vermieden, dagegen lang-gestreckte Stationslinien zu bevorzugen sind, also kein schroffer Wechselzwischen kurzen und langen Stationslinien (im Minimum 50 m, im Maximum350 — 400 m; die beste 150 — 200 m) stattfinde und keine grössere Anzahlals 20 — 25 Winkelpunkte beim Hauptpolygone vorhanden sind;ß) eine gute Messbarkeit der Polygonwinkel, vor Allem Sichtbarsein der