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2. Topographische Aufnahme mit Messtisch und Kippregel in 1 : 25,000 und Ein-zeichnung äquidistanter Niveau-Curven mit einem jährlichen Arbeitsquantum von200 □ Meilen;
3. Veröffentlichung dieser Aufnahmen im Originalmaassstahe und in Reductionen.
Zugleich wurde die ursprünglich rein militärische Organisation dieser Ver-messungen, welche bis dahin lediglich Sache des Generalstabes der Armee gewesenwar, dahin modificirt, dass nunmehr unter der Direction des Chefs des Generalstabesdie Vermessungsleitung einem Chef der Landes-Aufnahme übertragen wurde.
Unter diesem Chef gliedert sich die Landes-Aufnahme nun in eine trigonometrische,topographische und kartographische Abtheilung.
Was die trigonometrische Abtheilung anlangt, so fällt derselben die Aufgabezu, die Grundlage der Landesvermessung, die trigonometrische Netzlegung, d. h. dieBestimmung einer Anzahl von Punkten über das Gebiet des gesammten Staates inihrer gegenseitigen horizontalen und verticalen Lage auszuführen.
Unter Befolgung des wichtigen geodaetischen Grundsatzes: „vom Grossen in'sKleine zu arbeiten" wird zunächst über den ganzen zu vermessenden Staat ein zusammen-hängendes Netz grosser Dreiecke construirt, welches die einzelnen Terrainstreckenrahmenförmig umschliesst. Diese Dreieckspunkte werden mit der grössten Sorgfaltausgewählt, sollen das ganze Dreiecksnetz vor Verschiebung sicher stellen und habeneine durchschnittliche Entfernung von 10 Meilen. Sie werden im Terrain vor derWinkelmessung durch Steine fixirt, nach den Namen der Ortschaften, wo sie sichbefinden, benannt und mit den vorzüglichsten Instrumenten — Theodolithe von 10 ZollDurchmesser mit mikroskopischer Ablesung und l / 10 Sekunde Angabe — 24 mal beob-achtet. Als Visir-Object dienen Heliotrope.
Durch Verbindung dieses Dreiecksnetzes mit der Sternwarte Berlin empfängtdasselbe durch die geographische Länge und Breite derselben und durch das gemesseneAzimuth einer Dreiecksseite seine Fixirung und Orientirung auf der Erdoberfläche.Die Ausgleichung der Beobachtungsfehler erfolgt nach der Methode der kleinstenQuadrate. — Unter Anwendung von guten Basismessapparaten wird die Grundliniedes Dreiecksnetzes — 7 / 8 Meile im Maximum haltend •— gemessen und die Längen deranderen Dreiecksseiten nach den Formeln der Trigonometrie berechnet. Als mittlererFehler ist eine Abweichung von y iooooo der wirklichen Länge gestattet. Das endlicheErgebniss dieser Messungen sind die in geographischer Länge und Breite ausgedrücktenCoordinaten.
In das so construirte Dreiecksnetz I. Ordnung wird ein Netz von Dreiecken zweiterOrdnung hineingelegt, für welches die Seiten der Hauptdreiecke als Basen dienen mitSeitenlängen von 1%—3 Meilen. Die zwölfmalige Beobachtung eines jeden Winkelswird mit 8 zölligen Theodolithen ausgeführt, deren Mikroskope 1 ( i Sekunde noch durch