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instrumente Messkette, Boussole, Messtiscli und Messseheibe benutzt werden undals Messungs-Metbode findet die geometrische Dreiecks-Messung •—• Messung derDreiecksseiten mittelst Kette — und die einfache Polygonal-Methode vorzugsweis An-wendung. Die Aufnahme erstreckt sich nur auf die Bestimmung der horizontalen Lageder Yermessungspunkte, die Höhen-Aufnahme ist ausgeschlossen. Mit Hülfe von Trans-porteur und Stangenzirkel wird die horizontale Configuration in Karten im Maassstabe1: 5000 resp. 1: 25,000 dargestellt.
Erst seit Mitte dieses Jahrhunderts schenkt man den Theodolith-Messungen einegrössere Beachtung. Boussole und Messtisch mit einfacher Polygonal-Methode treten inden Hintergrund, die trigonometrische Netzlegung in Verbindung mit Polygonal-Netzenunter Benutzung von guten Theodolithen bilden die Grundlage der Vermessung; anStelle der Kartirung mittelst Transporteurs erfolgt die bildliche Darstellung auf Grundberechneter rechtwinkeliger Coordinaten der Vermessungspunkte. Die Aufnahme er-streckt sich fast immer nur auf die horizontale Lage des Vermessungs-Objects, dieVertical-Messung kommt ausnahmsweise nur da zur Anwendung, wo etwa die demaugenblicklichen wirthshaftlichen Bedürfnisse entsprechend auszuführenden Wege undWasserbauten die Ermittelung der Höhenunterschiede der in Frage kommenden Terrain-punkte und Terrainlinien unbedingt erfordern.
In der neuesten Zeit aber, wo mit der Entwicklung des allgemeinen Verkehrs,mit dem umfangreichen Ausbau von Eisenbahnen, Chausseen auch ein rationeller Auf-schluss unserer Waldungen durch ein systematisches, mit den allgemeinen Verkehrswegenin Verbindung stehendes Waldwegenetz zur Nothwendigkeit wurde und damit zugleicheine an die Wegenetzlegung sich anlehnende wirthschaftliche Eintheilung als zweck-mässig erachtet wird, kann man sich der Ueberzeugung nicht verschliessen, dass durchdie seither übliche Aufnahme und Kartirung der blossen horizontalen Configuration keinesichere mathematische Grundlage für diese wichtigen Arbeiten geschaffen wird. Manist vielmehr zu der Ueberzeugung gekommen, dass unsere Forstkarten, das Resultat derForstvermessung veranschaulichend, nur dann eine sichere Grundlage für die Sicherungdes Forstgrund-Eigenthums und für die Zwecke der Waldwegenetzlegung, Eintheilungund Betriebsregulirung gewähren und für verschiedene andere Zwecke im forstlichenBetriebe mit Vortheil zu verwerthen sind, wenn nicht nur mit Genauigkeit die ITorizontal-Aufnahme, — das Nebeneinander — sondern auch die Höhen und mannigfach wechselndenFormen des Terrains — das Uebereinander — durch äquidistante Horizontal-Curvenauf ihnen correct und getreu dargestellt sind. Die unbedeutenden Mehrkosten einerrationellen mit der Horizontalmessung vereinigten Aufnahme der Terrainformen stehenin keinem Verhältnisse zu den erlangten Vortheilen. Will man überhaupt ein grosses,auf lange Dauer berechnetes kartographisches Gebäude errichten, so darf man an denKosten für den Grundbau nicht sparen!