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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
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Die wichtigste, zugleich aber auch die schwierigste Aufgabe der Verwaltungbestand jedoch darin, nachdem durch die Weide-Ablösungen freiere Bewegung in derWirthschaft gewonnen war, die umfangreichen Räumden, welche namentlich in demöstlichen Theil der Eichheide vorhanden waren, wieder anzubauen. Diese Flächenlieferten zwar den Weide-Berechtigten einen sehr bedeutenden Nutzen, waren aber fürdie Forstverwaltung völlig ertraglos, weil der geringe Zuwachs, der an einzelnenStämmen noch erfolgte, mehr als aufgewogen wurde durch das Verderben des Holzesin dem abständigen Theile der alten Eichen.

Zuvörderst war zu erwägen, in welcher Art die Aufforstung stattfinden sollte.Mit Rücksicht darauf, dass das Revier Lehrzwecken zu dienen hatte, und dass dieKiefernbestände häufig durch Raupenfrass heimgesucht wurden, erschien es wünschens-wert, auf dem sonst kräftigen, nur durch das Biossliegen in der Oberfläche zurück-gegangenen, frischen, bald mehr, bald weniger mit Lehm gemischten Sandboden, starkmit Eichen durchsprengte Buchenorte zu erziehen. Bedenklich war nur der Umstand,dass es an einem schützenden Oberholz-Bestände fehlte und desshalb Buchensaatender Gefahr ausgesetzt waren, durch Spätfröste vernichtet zu werden. Die Pflanzungwar, wenn grosse Flächen in Angriff genommen werden sollten, nicht füglich anwendbar,weil sie wegen mangelnder Arbeitskräfte zu langsam zum Ziele führte. Es wurdedesshalb vorgeschlagen, als Mischholz für die Eiche statt der Buche die Kiefer zu wählen,jedoch nahm man hiervon Abstand, weil vorauszusehen war, dass die in der Jugendviel schnellwüchsigere Kiefer sehr bald die Eiche überholen und unterdrücken würde.Bei der grossen Ausdehnung der Flächen wäre es fast unmöglich geworden, die spätererforderlichen Läuterungshiebe entsprechend durchzuführen, ganz abgesehen davon, dassdas in grosser Menge ausfallende, fast werthlose schwache Kiefernreisig voraussichtlichnicht absetzbar war und desshalb die Läuterungen erhebliche Kosten beanspruchenwürden.

Nach diesen Erwägungen entschied man sich für die Herstellung gemischter Eichen-und Buchenorte durch Saat und suchte der Gefahr, welche den Buchen-Freisaaten durchSpätfröste drohte, dadurch entgegen zu treten, dass man diese Saaten erst gegen Endedes Monats April und zu Anfang des Monats Mai ausführte. Bei dieser späten Einsaatmussten die Keimlinge erst zu einer Zeit hervorbrechen, in Avelcher nach den gewöhnlichenErfahrungen die Spätfröste bereits vorüber waren. Als im Jahre 1853 eine reichlicheBuchmast gerieth, während Eicheln vollständig fehlten, wurden in den Jagen 13 und 42(jetzt Jagen 75 und 114) auf einer Fläche von 210 Morgen (54 Hectar) die erstenBuchenfreisaaten in Plätzen im Frühjahr 1854 nach den vorstehend bezeichneten Grund-sätzen ausgeführt und zugleich in den alten reinen Buchenbeständen des SchutzbezirksLiepe Jagen 54, 61, 62 (jetzt Jagen 142, 151 und 152) auf 114 Morgen (29 Hectar)unter mässigem Schutzholzbestand Buchenplätzesaaten angelegt. Es Avaren hierzu, sowie

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