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Ausführung gelangt sind, lässt sich nicht ermitteln. Da nach dem Abschätzungswerkvorgeschrieben war, dass die Abtriebsflächen der Ackerbautreibenden Bevölkerung zurmehrjährigen Fruchtnutzung in Yorcultur gegeben und dann beim Eintritt eines Samen-jahres mit Kiefern- und Birkensamen besät werden sollten, so war der Wiederanbauin jener Zeit wesentlich von dem Eintritt der Samenjahre für diese beiden Holzartenabhängig.
Sehr umfangreich dürften indess wenigstens die gelungenen Culturen nicht ge-wesen sein, denn eine Zusammenstellung aus dem Abschätzungswerke vom Jahre 1842ergiebt, dass damals im Alt-Lieper Revier noch folgende Blossen und Räumden vor-handen waren:
in der Eichheide . . ca. 2350 Morgen ( 600 Hectar),„ „ Mönchsheide . „ 1240 „ ( 317 „ ),„ „ Buchheide . „ 327 „ ( 83 „ ),
in Summa 3917 Morgen (1000 Hectar).
Allerdings hat der Holzanbau in dieser Forst mit vielfachen Schwierigkeiten zukämpfen, von denen vorzugsweise die Vernichtung der Culturen durch Maikäferlarven-frass Erwähnung verdient. Die langgestreckte, fast rings von Feldern umgebene Lagedes Reviers scheint diese Plage zu einer stets wiederkehrenden zu machen. Die Käfer,meist Melolontha hippocastani, erzeugen sich in ungeheurer Masse auf den angrenzendenFeldern. Bei den Pflugarbeiten behufs der Feldbestellung sieht man die Larven oftso dicht als man Eicheln säen würde, in den aufgepflügten Furchen liegen. Die Käfer,welche hier auskommen, suchen dann die Laubholzbestände des Reviers auf und be-fallen von hier aus die Schlagflächen und Culturen, um daselbst ihre Brut abzulegen.Ausserdem scheinen sie auch selbst ziemlich geschlossene Altholz-Orte zur Eierablage,besonders in heissen trockenen Jahren, aufzusuchen. Dies ergiebt sich unwiderleglichaus dem Umstände, dass die Engerlinge auch solche Culturen vollständig vernichtethaben, die auf Abtriebsflächen angelegt wurden, auf denen der Bestand erst nach demFlugjahr zum Einschlage gelangte.
Da zwischen dem Abtriebe und dem Frasse kein Flug statt gehabt hatte, so istnur denkbar, dass die Eierablage in dem bestandenen Orte erfolgt war. Dunkle Kiefern-Schutzschläge mit einer übergehaltenen Schirmholzmasse von mindestens 160 Festmeternpro Hectar haben sich völlig unwirksam gezeigt und selbst in noch ziemlich dunkelstehenden Buchen-Verjüngungs- Schlägen hat ein erheblicher Frass an dem Nachwuchsstatt gefunden. Trotz vielfacher Versuche ist es leider noch nicht gelungen, gegen dieVerheerungen der Maikäferlarve ein anderes Mittel aufzufinden, als das, „nach jedernoch so oft wiederkehrenden Beschädigung die entstandenen Lücken sorgsam durchNachpflanzung zu füllen."