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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
Seite
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ringeren Brennholz-Sortimente verbleiben für den Bedarf der Wald anwohnenden Ort-schaften. Ausschliesslich die besten Scheithölzer sind nämlich im Stande die durchdie Verstattung erwachsenden erheblichen Transport- und sonstigen Unkosten zu tragen,weil sie in dem geringsten Raum die grösste Brennstoffmenge enthalten. Einen er-heblichen Theil der Verstättun gskosten bildeten die Anfuhrlöhne zu den Verschiffungs-ahlagen und es war daher vortheilhaft und wünschen swerth, die Holzschläge möglichstin der Nähe der Wasserstrasse des Finow-Canals zu führen, um den Landtransportthunlichst abzukürzen.

Aus diesem Grunde sind die südlichen Theile der Eichheide und der Mönchs-heide besonders in Angriff genommen worden. Man durchplänterte die Bestände solange bis nur noch einige Stämme pro Morgen auf den Hiebflächen standen, damit sienicht vollständige Blossen wurden. Noch jetzt findet sich im Jagen 93 ein alter Eichen-bestand, verhältnissmässig der beste der aus jener Zeit überkommenen Orte, welcherein Bild der Räumden gewährt, wie solche in grosser Ausdehnung aus jener Zeit her-stammten. Derselbe ist noch erhalten, um darin die Saat-Eicheln für die ausgedehntenEichen-Culturen des Revieres zu gewinnen.

In viel besserem Zustande erhielt sich die Buchheide. Bei der weit erheblicherenEntfernung dieses Reviertheils vom Finow-Canal würde die Anfuhr der Hölzer an dieWasserstrasse viel beträchtlichere Kosten verursacht haben. Es lohnte sich daher nicht,die Brennholzadministration in Berlin auch aus dieser Revierabtheilung zu versorgen.Man beschränkte sich vielmehr darauf in der Buchheide, die alten mit Eichen durch-sprengten Buchenbestände in der Weise zu durchpläntern, dass man die gesunden undglattspaltigen Eichen aushieb, um daraus Stabholz zu fertigen. Noch jetzt bezeichnenmanche Localnamen, wiedie Stabschlägerhütten",die Stabschlägerbrücher" etc. die-jenigen Stellen, an welchen sich die im Walde errichteten Hütten der Stabholzarbeiterbefunden haben und noch jetzt erinnern sich die ältesten Leute jener Holzfällungen.Diese Art der Durchplänterung hat zwar in den gemischten alten Buchenorten nur diedamals nicht brauchbaren Eichen zurückgelassen, weshalb die Zahl der ganz gesundenund zu Nutzholz tauglichen Stämme dieser Holzart nur gering ist, sie hat aber glück-licher Weise nicht zu einer solchen Devastation Veranlassung gegeben, wie sie zumgrossen Theil in der Eichheide und in der Mönchsheide ausgeführt worden ist.

Nach dem Abschätzungswerk vom Jahre 1820 sollten im Laufe der ersten, einenZeitraum von 20 Jahren umfassenden Periode, 3606 Morgen (920 ITectar) cultivirtwerden. In dem generellen Gulturplan ist der Anbau dieser Flächen mit Birken- undKiefernsaat vorgeschrieben, nur auf 184 Morgen (47 ITectar) war Eichelsaat und auf13 Morgen (3 Hectar) Buchen- und Eichenpflanzung projectirt.

In welchem Umfange und mit welchem Erfolge diese beabsichtigten Culturen biszum Jahre 1830, in welchem die Forstakademie in Eberswalde errichtet wurde, zur