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Festschrift für die fünfzigjährigen Jubelfeier der Forstakademie Eberswalde
Entstehung
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Münden ihre Begründung zu verdanken. Beiden war er im Landtage gegenüber derZeitströmung, welche die Aufhebung der Forstakademien und die Verlegung des forst-lichen Unterrichts an die Universität verlangte, ein beredter und erfolgreicher Verthei-diger. Das Werk „die forstlichen Verhältnisse Preussens (1867)" sichert ihm eine ehren-volle Stelle in der forstlichen Literatur.

Von den drei Directoren der Forstakademie warPfeil von 1830 bis 1859,

Grunert von 1859 bis 1866,

Danckelmann seit 1866

im Amt.

Das Lebensbild Pfeils ist vielfach beschrieben 1 ), seine der Geschichte der Forst-wissenschaft angehörende Persönlichkeit noch in frischem Gedächtniss, sein vielbewegtesLeben mit der Forstakademie Eberswalde eng verwachsen, die von Pfeil ihren Ur-sprung und ihre Bedeutung ableitet. Friedrich Wilhelm Leopold Pfeil wurde am 28. März1783 zu Rammeisburg am Harz geboren. Sein Vater war Justizamtmann. Seine Schul-bildung empfing er auf dem Gymnasium in Aschersleben. Am 1. October 1801 trat erbei dem Oberjäger Kersten zu Königshof am Oberharz in die Lehre des Forst- undJagdwesens, die er in der Oberförsterei Thale am Harz unter dem Landjäger Paulifortsetzte. In die Lehrzeit fiel 1803 eine Beschäftigung bei der Vermessung des Forst-reviers Sehlde im Hildesheimer Bezirk und in Begleitung des Oberforstmeisters vonHünerbein eine forstliche Reise in die Staatsforsten des Fürstenthums Neufchatel undValengin. Im Jahre 1804 fand die Lehrzeit bei dem Landjäger Kaehne zu Königsthalihren Abschluss. Es folgte die Forstverwalterzeit von 1804 bis 1820, zuerst zu Kleinitzim Dienste der Prinzessin von Kurland, in welchem Pfeil anfangs als Assistent desFörsters Ouvert, nach dessen Pensionirung (1806) als Förster und bez. Oberförster dasForstrevier Sedczyn im Kreise Grüneberg des Regierungsbezirk Liegnitz verwaltete,und als Hauptmann der Landwehr 1813 und 1814 die Freiheitskriege mitmachte, —sodann, seit dem 4. Mai 1816, zu Carolath im Dienste des Fürsten Carolath, in welchemPfeil als Forstmeister die Verwaltung der umfangreichen fürstlichen Waldungen oblag.Inmitten einer ausgedehnten Verwaltungsthätigkeit fand Pfeil, welcher Meister war inder Nutzung der Zeit, getrieben von Wissens- und Schaffensdrang, die Müsse zumStudium der forstlichen Wirthschaft und Wissenschaft im Walde und in Büchern. DieFrüchte seiner Studien traten in einer literarischen Thätigkeit vor die Oeffentlichkeit,

') U. A. von Grunert: „Pfeil, seine Schüler und die Forstlehr-Anstalt zu Neustadt-Eberswaldenach seinem Tode" in dessen forstlichen Blättern, 1. Heft 1861 S. 1 u. f.,

von Ratzeburg in dessen forstwissenschaftlichen Schriftsteller-Lexikon 1872 S. 399 u. f.;von Bernhardt in dessen Geschichte des Waldeigenthums, der Waldwirthschaft und Forst-wissenschaft III. Bd. 1875 S. 161 u. f.