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welche sich zuerst in Abhandlungen des Journals für Forst-, Jagd- und Fischereiwesen(1806 bis 1808) und des Forst- und Jagdarchivs (1816 bis 1820) von G. L. Hartig,sodann in selbständigen Werken äusserte und dem genial angelegten Mann durch dievon ihm ausgehende Fülle neuer Gedanken aus der Zurückgezogenheit des Waldes denWeg zum Lehrstuhle und zu einer glänzenden Laufbahn im Dienste der Waldwissen-schaft bahnte. Im April 1821 erfolgte seine Berufung an die damals in Verbindung mitder Universität Berlin begründete Forstakademie als Lehrer der Forstwissenschaft undausserordentlicher Professor der Universität, seine Ernennung zum Oberforstrath undbald darauf seine Doctor-Promotion. An die 9jährige Wirksamkeit auf der Universität,überreich an literarischem Schaffen, unzureichend im Erfolge des Unterrichts, an welchemim Ganzen 356 Studirende des Forstwesens Theil genommen haben, reihte sich am1. Mai 1830 die Verlegung der Forstakademie nach Neustadt-Eberswalde, welche denbis 1838 durch Georg L. und Theodor Hartig in Berlin fortgesetzten forstlichen Uni-versitäts-Unterricht in Schatten stellte und in wenigen Jahren zu einer Metropole derforstlichen Lehre, sowie zu einem die forstliterarische Bewegung beherrschenden Mittel-punkte emporstieg. 917 Forstleute haben hier ausser den 1830 von Berlin nach Ebers-walde übergetretenen Studirenden zu den Füssen Pfeils gesessen, bis derselbe nacheiner Lehrthätigkeit von 29 Jahren in Eberswalde, von 38 Jahren in Berlin und Ebers-walde durch Kab.-Ordre vom 20. Juni 1859 mit der Ernennung zum Geh. Oberforst-rathe die erbetene Amtsentlassung erhielt und wenige Wochen darauf am 4. September1859 zu Warmbrunn verschied. Ein einziger von seinen zahlreichen Schülern — dergegenwärtige Oberforstmeister Tilmann in Wiesbaden — gab dem verehrten Lehrerdas Geleit zur letzten Ruhestätte auf dem Friedhofe in Hirschberg.
Die Bedeutung Pfeils lag in der mächtigen Anregung zum Studium der Wald-wissenschaft, zur Forschung im Walde und in der Begeisterung für den Wald, die erin seinen Schülern weckte und pflegte,
in der Befruchtung der forstlichen Wissenschaft mit einer Fülle neuer Gedanken,von denen viele gezehrt haben, — endlich
in der Bereicherung der Literatur auf beinahe allen Gebieten der Forst- undJagdtechnik und in der Niederhaltung der forstlichen Ab- und Vielschreiberei, derseichten Bücher-Fabrikation durch die Geissei einer scharfen, schonungslosen, nichtselten das richtige Maass überschreitenden Kritik.
In der Oberförsterei Thale am Harz, dem Lieblingsaufenthalte Pfeils, auf demDambachskopfe haben ihm seine Schüler und Verehrer ein Denkmal im Walde errichtet,welches von dem Professor Kiss entworfen und begonnen, vom Professor Menke beendetund am 3. Juli 1865 durch Otto von Hagen, den Oberlandforstmeister von Preussen,einen der hervorragendsten Schüler Pfeils, in Gegenwart zahlreicher Berufsgenossenfeierlich enthüllt wurde.