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in den geodätischen Sammlungen,
in den forst- und jagdtechnischen Sammlungen,
in der Bibliothek,
in den Laboratorien,
in einer Fischzuchtanstalt,
in einer Samendarre, endlich
in einem Yegetationshause und in einer forstlich-meteorologischen Station, diebeide hauptsächlich den Zwecken des forstlichen Versuchswesens dienen(vgl. darüber No. III).
Die Lehrforsten, in unmittelbarer Nähe von Eberswalde, von zwei Eisenhahn-linien und drei Chausseen durchschnitten, werden gebildet durch die OberförstereiBiesenthal im Süd-Westen und durch die Oberförsterei Liepe im Nord-Osten vonEberswalde. Beide grenzen an die Wasserstrasse des Finow-Canals und der altenOder mit ihren grossartigen Holzablagen und zahlreichen Dampfsägemühlen, der Wasser-verhindung zwischen Oder und Havel, die nach den neueren geologischen Forschungendas Bett des ehemaligen Weichselstroms bildete, in welchem Eberswalde aufgebaut ist.Die beiden Lehrforsten, deren Gesammtflächeninhalt sich auf 16,194 ha beläuft, zeigen,namentlich die Oberförsterei Liepe, eine ausserordentliche Mannigfaltigkeit in den Ver-hältnissen des Standortes, des Holzbestandes und des Betriebes. Die OberförstereiBiesenthal ist eben, die Oberförsterei Liepe dagegen enthält auf grossen Flächen einstark hügeliges Terrain mit zum Theile steilen Hängen und gebirgigem Charakter.Der quartären Bildung, dem Diluvium und Alluvium angehörig, enthalten die LehrforstenSandböden, thonige Böden, Mergelböden, Moorböden von jeder Beschaffenheit, vielfachmit eingelagerten Findlingsgesteinen nordischen Ursprungs, welche an einigen Stellenin solchen Massen zusammengelagert sind, dass sie Fundstätten für die Pflastersteinevon Berlin bilden.
In den Jahren 1867 und 1868 hat eine geognostisch - bodenkundliche Aufnahmeder Lehrforsten durch nahezu 3000 Bodeneinschläge und Bohrungen bis zu 3 m Tiefestattgefunden, deren Ergebnisse auf geognostischen Specialkarten im Maassstabe von1 : 5000 und auf geognostischen Uebersichtskarten im Maassstabe von 1: 25,000, sowiein Bodenbeschreibungen dargestellt sind, eine Arbeit, welche für den Unterricht, sowohlin geognostisch-bodenkundlicher Hinsicht, als zur Erklärung der Bestandszustände undWirthschaftsmaassregeln von grossem Wertke ist.
Die Verschiedenartigkeit der Terrainbildung, der Wechsel von Laub- und Nadel-holz, die zahlreichen fischreichen Seen zum Theile von sehr beträchtlichem Um-fange, verleihen den Lehrforsten einen grossen landschaftlichen Reiz, der in derOberförsterei Liepe durch die in architektonischer Hinsicht berühmten Ruinen desCistercienser Klosters Chorin, im reinsten gothischen Backsteinstyle erbaut, erhöht wird.