dieses ein unlösbares Problem. Der naheliegende Gedanke einerErhöhung der Zehnten, versagte vollkommen, denn der Druck aufdie Unterthanen vermochte nicht das Sinken der Getreidepreisezu paralysiren.
Die Söhne des Hofmarschalls Hans zogen sich daher, wie diemeisten ihrer Standesgenossen, auf ihre Güter zurück. Sie wichendem kostspieligen Hof- und Ritterdienste in weiser Selbstbeschränk-ung aus. Die höfischen Formen aber, die in damaliger Zeit miteiner gewissen Bildung Hand in Hand gingen, da allein an denHöfen der Verkehr mit den hervorragendsten Elementen des Staatesmöglich war, wurden auf dem Lande aus Bequemlichkeit und Mangelan Verkehr vergessen. Die Bildung sank bald auf das bäuerischeNiveau herab, aus dem sie sich mühevoll erhoben hatte und Jagd,Trinkgelage, Streit und Fehde füllten die Interessen des Landedel-mannes aus. Es war fast ein Neuerwachen der alten heillosenZustände der Ritterschaft, welche durch den Zwang energischerKurfürsten beseitigt zu sein schien.
Von den Brüdern Joachim und Georg als P ersönlichkeitenist daher wenig zu berichten. Die vorhandenen Urkunden, welcheihren Namen nennen, beziehen sich fast ausschliesslich auf Verkaufund Verpfändung. Der Vermögensverfall blickt überall hervor.
Mit Joachim haben wir uns wenig zu beschäftigen, da er beider Theilung des Besitzes mit der Hälfte der Burg Löwenbergden Antheil Hoppenrade und Kerkow erhält und sich seine Liniedauernd von Liebenberg trennt. Joachim verstarb im Jahre 1560.Seine Gemahlin, Ottilie von Flans, eine Tochter und drei Söhneüberlebten ihn. Zweihundert Jahre nach ihm erlischt das HausJoachims zu Hoppenrade (1788).
Sein Bruder Georg, der die Hälfte der Burg Löwenberg, mitZubehör, und Liebenberg erhält, hat mit dem Besitzer der andernHälfte Löwenbergs gemeinsam Neuhof, Neuendorf, Bergsdorf, Grüne-berg, Teschendorf, Wendisch-Mutz und wüstes Feld Schrabsdorf.
Georg gewinnt für uns eine besondere Bedeutung dadurch,dass bei der Theilung des Besitzes Liebenberg nunmehr genanntwird und sich somit aus dem Verfalle, während dessen es nur als«wüstes Feld der Lanke» erscheint, wieder erholt hat. Da es imJahre 1269 in der oben wiedergegebenen Urkunde als rentabler
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