Löw-enberg mit der Burg den unmündigen Söhnen seines BrudersHans zufallen sollte.
Im Jahre 1531 war Antonius verstorben. Seine Gattin Dorotheevon Krummensee überlebte ihn eine lange Reihe von Jahren.
Der älteste Sohn des Antonius, Jakob, tritt später in denBesitz der Löwenberger (Liebenberger) Güter, nachdem seine Vetternin Vermögensverfall gerathen sind. Der jüngere Sohn, Abraham,verkauft in Gemeinschaft mit seinem Bruder Jakob den ihnen vonihrem Vater zugefallenen Antheil des Ländchens Löwenberg (BurgBadingen, Mildenberg, Zabelsdorf und wüste Feldmark Ostheren)an den Feldmarschall Adam von Trotte, wodurch diese Güter ganzaus dem Verbände des Ländchens ausscheiden.
IV. Nach der 1522 stattgefundenen Auseinandersetzung desAntonius von Bredow mit seinen minderjährigen Neffen, den Söhnendes Hofmarschalls Hans, treten diese nunmehr in den Besitz desLändchens Löwenberg und nehmen ihren Wohnsitz in der Burg.
Beide, Joachim und Georg, treten in dem öffentlichen Leben,dem ihre Vorfahren angehörten, nicht hervor. Der grosse Auf-schwung, den Handel und Wandel nach der Entdeckung der neuenErdtheile genommen hatte, wirkte in so einschneidender Weise aufdie bisherigen ländlichen Verhältnisse ein, dass auch diese Söhneeines Standes, der mit seinem Grundbesitze bisher die einzige Basisdes Staates gewesen war, unter der total geänderten wirthschaft-lichen Lage schwere Krisen zu bestehen hatten Neben demGrundbesitz, der früher fast in ausschliesslicher Form eine reicheErwerbsquelle gewesen war, zeigte sich die Macht des Kapitalsmit seinem Gefolge von Aufwand und Luxus, und die Einkünfteaus den ländlichen Zehnten, die für das einfache Ritterleben unddie geringen Ansprüche des fünfzehnten Jahrhunderts genügt hatten,versagten bei dem Aufwände der neuen Zeit.
Die Wurzeln für den Ruin eines grossen Theiles des Adelssind in dem Aufblühen des Handels und Verkehrs in jener Epochezu suchen. Denn wenn auch der Einsichtige begriff, dass derGrund und Boden auch unter veränderten Zeitläuften der Grund-stock staatlicher Wohlfahrt bleiben musste, so waren doch dieWenigsten in der Lage, jene Wandlung vorzunehmen, die in einerintensiveren Ausnutzung des Bodens bestand. Vorderhand schien