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preussen. Von letzteren haben wir bei Gelegenheit der HeirathJobst Gerhard's, 1642, gehört.
Die beiden märkischen Aemter nebst den daselbst verpfändetenDörfern stellten allein schon ein Fürstenthum dar und Jobst Gerhardscheint, nach dem Beispiel des Grafen Schwarzenberg unter derRegierung Georg Wilhelms, darauf gerechnet zu haben, diese Pfand-schaft sich und der Familie zu erhalten, denn um den grossenBesitz noch zu arrondiren, tritt er am 12. April 1651 seinemärkischen Güter Börnsdorf und Giihlow, die er kurz vorhererworben hatte, dem Kurfürsten gegen die wüste FeldmarkHäsen, sowie gegen 100 Hufen Bruchland an der Havel ab,womit er seinen Besitz bei Liebenwalde abschliesst.
Jene «wüste Feldmark Häsen» gehörte im Mittelalter zu demKloster Zehdenik und gelangte mit der Säcularisation desselbenin kurfürstlichen Besitz. Die Feldmark war in alten Zeiten kein«wüstes Land», sondern ein in guter Kultur stehender Landstrichmit grossem Dorf, von dem jedoch zur Zeit des Tausches durchJobst Gerhard nicht das Geringste mehr sichtbar war. Es lässtsich nicht nachweisen, welche Ereignisse den totalen Verfall dieserStätte bewirkt haben. Erst durch Jobst Gerhard's kultivatorischeArbeiten und die Anlage von Gebäuden entstand das Rittergut,das einen Hauptbestandteil des heutigen Hertefeld'schen Fidei-commisses (in der Hand der Gräfin Alexandrine zu Eulenburg-Hertefeld) bildet; zu diesem «wüsten Feld Häsen» (auch Feld-häsen, jetzt Häsen genannt) wurde Gutengermendorf gelegt, dasin alter Zeit einen Bestandteil der Grafschaft Ruppin bildete, dienach dem Aussterben der Grafen dieses Namens gleichfalls in denBesitz der Markgrafen und Kurfürsten übergegangen war.
Gutengermendorf ist das einzige Pfandobjekt, das nachLösung des Schuldverhältnisses zwischen dem Kurfürsten und demHause Hertefeld, letzterem verblieb. Heute bildet das VorwerkNeuhäsen den letzten Rest davon, nachdem den Hertefeld'schenErbpächtern die moderne Gesetzgebung das Eigenthum der inne-gehabten Pachtgrundstücke übertragen hatte. Hierdurch entstand dasheutige Bauerndorf Gutengermendorf, sowie das heutige Bauerndorf«clevesche Häuser» entstand, das lediglich die cleveschen Arbeiterbeherbergte, welche Jobst Gerhard für die Urbarmachung der