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1 (1899)
Entstehung
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bürg mit Mark, Ravensberg und Niederlausitz abfinden, Sachsenmit Oberlausitz, Pfalz-Neuburg mit Commotau u. s. w. und selbstJülich, Cleve und Berg nehmen, weil nämlich Brandenburg wegender ergangenen Acht inhabilis wäre, und Sachsen seine concessionemeventualem, wie Recht, nicht bescheinet, sein Recht auch präscribirtwäre, derowegen sie beide nicht zulässig, sondern nunmehr dieLande dem Reich anheimgefallen wären.»

Der Schluss dieses diplomatischen Aktenstückes denn einRechtsgutachten können wir es doch wohl nicht nennen lautetendlich: «Man wollte hoffen, es sollte das Geld eben bald Oerterfinden, und eine sothane Confusion werden, dass sich darüber zuverwundern. Hierzu dem Hochlöblichen Hause Oesterreich undder katholischen Kirche Der Glück geben wolle, von dem allerseitszum Flor erhoben und fundirt worden, auf dass wir alle bei dererkannten und bekannten Wahrheit in dem Schifflein Petri für denWellen der tobenden Ketzer unanstössig und sicher sein und ver-bleiben mögen».

In Befolgung der perfiden Rathschläge des Vicekanzlers erliessKaiser Rudolf II. am 24. Mai ein Mandat an die FürstlichenRäthe und Interessenten, innerhalb vier Monaten am KaiserlichenHoflager in Prag zu erscheinen, ihre Rechtsansprüche vorzulegenund einer rechtlichen Entscheidung gewärtig zu sein.

Die in dem Mandat des Kaisers geführte Sprache brachtedie interessirten Fürsten zu einer Verständigung. In Dortmund am31. Mai wurde beschlossen, eine allgemeine Landeshuldigungin den Erblanden vorzunehmen, um die Rechte vor aller Weltzu documentiren. Der Kaiser war auf's Aeusserste erzürnt,sowohl über den Dortmunder Vertrag als über die Huldigung,welche alle seine Pläne durchkreuzten und eine offenbare Nicht-achtung seiner Autorität bekundeten. Sein Unwille wurde nochgesteigert, als er in Erfahrung brachte, dass König Heinrich IV.von Frankreich diese Gelegenheit wahrgenommen hatte, um sichzum Nachtheil des Hauses Habsburg in die deutschen Angelegen-heiten einzumischen. Inzwischen war der zum Kaiserlichen Com-missarius ernannte Erzherzog Leopold, Bischof von Strassburg undPassau, des Kaisers Vetter, in die Herzogthümer gekommen mit