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1 (1899)
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und einzulassen. Hertefeld protestirte «zum Zierlichsten» gegendiese gewaltsame Verhinderung an der Ausführung des von seinemFürsten und Herrn ihm gegebenen Auftrages und machte dieWache verantwortlich für allen daraus entstehenden Nachtheil.Jetzt erschien der Schultheiss Konrad Frohn, unter dem dasstädtische Wehrwesen stand, welchem Hertefeld seinen Protestwiederholte und die Erklärung abgab über die Besitzergreifung imNamen Brandenburgs. Der Schultheiss erbot sich, zu den fürst-lichen Räthen zu gehen, ihnen die Sache vorzustellen und derenferneren Beschluss einzuholen, womit Hertefeld einverstanden warund das Weitere abwarten wollte. Er ritt durch das noch offeneThor wieder in die Stadt zurück und erwartete in der Bergerstrasseungeduldig Frohns Rückkehr. Die Strasse füllte sich immer mehrmit Menschen an und Hertefeld, der schon drei Boten zu denRäthen entsendet hatte, wurde ungeduldig. Er protestirte lautgegen den Aufenthalt, den man ihm bereite, erklärend: «dass dieserSchimpf nicht ihm, sondern seinem gnädigsten Herrn, dem Kur-fürsten von Brandenburg, persönlich gelte», zugleich nahm er aberdie Gelegenheit wahr, um vor der versammelten Menge das Besitz-ergreifungs-Patent des Kurfürsten zu verlesen. Nachdem man zweiStunden auf offener Strasse geharrt, kehrte endlich der SchultheissFrohn mit einem Bescheide der Räthe zurück, der es dem Herrnvon Hertefeld freistellte, während der Nacht in der Stadt zu bleibenoder noch hinauszureiten; er wählte das Letztere. Als er durchdas Bergerthor ausgeritten war und dieses hinter ihm verschlossenwurde, weil es inzwischen Nacht geworden, kehrte er noch einmalwieder um und liess in aller Eile das Brandenburgische Wappennebst dem Besitzergreifungs-Patent anschlagen, unter lauter Pro-klamation dieses Aktes, indem er den Notar ersuchte, über Allesgehörig Protokoll aufzunehmen. Dann ritt er nach dem HauseLohausen, wo er übernachtete. Dort ertheilte er auch am folgendenTage Morgens dem Besitzer Ludolf von Calckum, genannt Lohausen,Bergischem Landrittmeister, eine Vollmacht, worin er diesen sichsubstituirte, «da Alles selbst auszuführen kürtze der Zeit halbernicht geschehen könne».

«Während auf diesem Wege der Kurfürst von Brandenburgseine Rechte zu sichern suchte, war auch der Herzog von Pfalz-