392 ANMERKUNGEN
sucht, dass er die pabstliche Erlaübniss öffentlich zu singen noch vorFastnacht (8 Februar) 1345 in Wirksamkeit treten lässt und TaulcrsBrief 'mehr gegen Ende 1 , Jleinrichs Brief XL in seiner ersten Hälfte(1—82) 'gegen Anfang des Januar ansetzt: XL, 1—82 ist doch wol un-mittelbar vor Fastnacht geschrieben, vgl. 48$". diz heilige zeit. Wirrverden vielmehr mit Hundt (Amis 50/._), der schon Fregers Irrtimm er-kannte, für diesen Brief in das Jahr 1346 gewiesen. Auch Fregers ge-zwungene Erklärung von XL, 110 (s. die Anm.) ist dann unnötig. UnserBrief fällt demnach vor Fastnacht, 28 Februar 134G. Tauler bedanktsielt für die ihm aus Medingen zugegangenenen Wünsche zum neuen Jahr,die er erwidert.
1 Die Priorin domina E. ist Elsbeth Schepach, Anm. zu I, 40. Siekann erst nach der Fastenzeit 1345 Priorin geworden sein, vgl. Anm. zuXL, 110. — Im Eingangssatz ist hier ttrie oft das Verb ausgelassen.
10/. zwen kesz — zwai keslach vgl. LIX, 12/. — iren landen vgl.LX, 22 und Anm. zu XLV, 1. MF ist durch ihr heiliges Jjcbcn demganzen Convente ein Vorbild, die Mitseimeslcrn folgen ihr %oie die Kinderder Mutter, vgl. LXIV, 14/
11/ vor der diser f'asznacht. der wage ich nicht ohne weiteres zustreichen, so nahe auch die, Annahme eines Schreibfehlers liegt, vgl. Gramm.4, 446.
15 bruder H. Heinrich von Nördlingen.
16/ für mich und mein süne. süne kann nie Schüler bedeuten,vielmehr Beichtkinder. Das hat schon Jundt Amis 127 n. mit Hechtgegen Preger Vorarb. 94. 116 bemerkt und sich dafür u. a. auf dasMeisterbuch berufen.
LVIII
Vorbemerkung. LVIII—LXI1 sind Briefe des Kaislieimer AbtesUlrich III Niblung (1340—1360) an Mar gareiha Ebner. Es ist derselbe,der als Prior mit Adelheid Langmann in Verkehr und Brief Wechsel stand,vgl. Anm. zu AL 91, 30 (wo ich aber fälschlich nähere Beziehungen desKaishcimers zu Tauler behauptet habe). 94, Iff. Höhrich (Zs. f. d. hist.Theologie 10 (1840), 1 Heft, 135) und Schmidt (Tauler 169. NvB 24;idenlificierten den Abi irrlhümlich mit dem in Heinrichs Briefen öftersgenannten Bruder Conrad von Kakheim (Anm. zu XXXVII, 21/.). Überdas Cisterzienserklosler Kaisheim, eine Stunde nördlich von Donauwörth.,vgl. Anm. zu AL 56, 23. Aus dem Anfange des 14 Jahrhunderts lässtsich für Kaisheim eine beachtenswerthe wissenschaftliche Rührigkeit nach-weisen. 1312 vollendete Bruder Bernold von Kaisimm ein Formelbuchunter dem Namen Summula dietaminis (llockinger in den Quellen zurbair. und deutschen Gesch. 9, &i\ff.). Bruder Cölcstin Anglspruggerberichtet in seiner Hvstoria caesariensis seu extractus memorabilium