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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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ZU DEN BRIEFEN LHLVH 391

LT

Vorbemerkung. Der Brief ist undatierbar.

2 als ich dir me geschribcn hab vgl. Arm. zu XIII, 33.

10/. Der Sinn sol wol der sein: wie einer, der durch ein rothesGlas sieht, glaubt, alles sei roth, tvas keineswegs der Fall so gehtMargarethas Liebe durch Gottes Vermittlung in alle Menschen über, auchsie ersclieinen durch Margarethas Diebe verklärt, obwol ihnen selbstkeineswegs die gleiche Liebe, wie Margaretha sie besitzt, innewohnt. HvNdenkt dabei an sich selbst. Die 'heiligen grossen'' Worte, die Margarethain Heinrichs Briefen findet, rechnet er sich nicht als eignes Verdienstan, erführt sie vielmehr auf seinen Verkehr mit Margaretha zurück:durch sie sind sie ihm eingegeben. Jedenfalls hat sißh HvN ziemlichunklar ausgedrückt, wenn nicht die Überlieferung auch hier wie so oftverderbt ist.

LVI

Vorbemerkung. Der um die Weihnachtszeit (16) geschriebeneBrief ist undatierbar.

2 sie die Erwählten, vgl. 1 der erweiten in got.4 das einig ein vgl. Anm. zu ME 69, 27.

17 ungebitig ungeduldig.

18 erbitten c. Gen. erwarten, abwarten.-

21 si = disü unzitigü geburd. sterben vgl. Anm. zu XXIX, 38.

29 geziersten kann der Superlativ sein vom selten belegten Adj. ge-niere oder vom Bart, gezieret = geziertsten.

30/. craft virtns. in den claren schmügon der heiligen in splen-doribus sanetorum.

LVII

Vorbemerkung. Die Datierung für diesen Brief Taulers dennkein Anderer ist unter bruder T. (2) gemeint gewinnen wir aus Z. Uff.,wo Tauler von Heinrich von Nördlingen berichtet, er hielte oft Messeund sei überhaupt so in Anspruch genommen (vgl. XL, %&ff.), dass erüber des Pabstes Erlaubniss zürnen könnte. Mit dem Urlaub (16) istnichts anderes gemeint als die im Briefe XL erwählte päbstliche Erlaub-niss wieder öffentlich singen zu dürfen, die nach XL, 64/ vgl. 48 un-mittelbar vor Fastnacht 1345 in Aussicht stand, nach XL, 85f. (vgl. dieAnm.) in der Fastenzeit desselben Jahres bereits wirksam geworden war.Da nun unser Brief vor Fastnacht (11/) geschrieben ist, so kann daswas Tauler über Heinrich von Nördlingen berichtet, nicht auf das Jahr1345 bezogen werden, wie Prcgcr Vorarb. 94 will, i's hilft auch nichts,wenn Prcgcr den Widerspruch in seiner Datierung dadurch zu lieben