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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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ZU DEN OFFENBARUNGEN

li 6 diu bezieht sich wol auf alles vorhergehende und ist demnachals Ncutr. PI. zu fassen mit folgendem Sg. des Verbums, vgl. 4, 11. 41,10. 12. CO, 9. 93, 8. 98, 5; als Ncutr. PL nimmt es auch die lat. Über-setzung haec perficiant.

1, 11 und unkunden vgl. 12, 14.

2, 17 ain seligiu frau in dein closter, diu mir sunderlioh liep undhainilich was. Sie ist ivol identisch mit der swester 5, 21. 10, 18, dennich glaube nicht, dass an letztgenannter Stelle an eine leibliche SchwesterMargarethas zu denken ist. Es fehlt wenigstens sonst für solche An-nahme jeder Anhaltspunkt.

2, 20/. Ich habe statt der Lesart in M an (nicht an wie im Va-riantenapparat angegeben ist) got: um got in den Text gesetzt, wodurchder Satz verständlicher wird. Auch die lat. Übersetzung hat: magnosnamque dolores p r o p t e r deum suffere non est nisi longaevam interris vitam ducere. Die Lesart von m zeigt eine andere aber wol nichtursprüngliche Auffassung. Das grösste Jjob für den Menschen bestehtaarin, dass er in diesem Leben ein leidender Mensch sei. Als solcherist er (dem leidenden) Christus ähnlich und je länger diese Leidenszeitauf Erden, um so glücklicher das Leben, weil ihm nach dem Tode derhöchste Lohn verheissen ist. Leiden macht, wie Scuse sagt, aus einemirdischen Menschen einen himmlischen Menschen. Zur Illustration, dieseseinen Grundgedankens aller Mystik seien u. a. folgende Stellen ange-führt: auf die Frage, welhes der letst trit in himel wer, antwortetChristina Ebner, Elmersche Hs. 90 Bl. 97": wo ein mensch wer, derleidens nimmer genueg gewiinn und der daz allez mit gednlt lide,daz wer der letzt trit in himel. Elisabeth von Neustadt, Nonne inAddhauscn, bei der sich edle Anklänge an die deutsche Mystik vereintfinden, hatte ihren willen also gar gegeben in sinen (gotes) willen,das si weder leben noch sterben wolte, wann als er wolte, und sprach°"ch etwenne: 'wie es gott liep und gevielo ime, so wolte ich in dirrepino sin unz an den jüngsten tag' Chronik der Anna von Münsingen«d. JKbnig (Am. 7, 9G) 51. Ebenda 57 werden von Geri Küchlin folgende