ZU BRIEF XLI1I 375
von Magdeburg, einer Schrift, von der nach Mechthilds Worten (GaltMorel 167) Gott selbst gesagt haben soll dis buoch sende ich nu zehotten allen geistlichen liuten, bediu den boesen und den guoten. —in disem buoche stat min herzebluot gescbriben, daz ich in denjungesten ziton anderwarbe giessen wil. — Des kürzeren Titels daslieclit der gothait für das vliessende lieht der gotheit bedient sichauch, und wol nach des HvN Vorgang, Heinrich von Rumerschein (GaltMorel S. VI), von dessen Mitwirkung an der Übersetzung übrigens nichtsverlautet (gegen Prcger Münchner SB 1869,2,156: Gesch. d. d. Mystik 1,70 und die Herausgeber der Bevelationes Gertrudianae ac Meehtildianae,Pictavii et Parisiis 2 (1877), 431: cpii (liber) Basilea ab Henrico deNordlingen et ejus amieis Margareta ad aureum annulum, Henricode Bumerscheim etc. translatus fuerat). Beiläufig verweise ich wegender beiden lateinischen Bearbeitungen (Handschriften zu Basel aus demlinde des 14 und 16 Jahrhunderts) des Werkes der Mechthild, die derAusgabe des Lux divinitatis in den genannten Bevelationes G. ac M. zu,Grunde liegen, auf Preger Münchner SB 1869,2, 158//'. Dantes Matelda'Ziff. Gesch. d. d. Mystik 1, 71 und auf die Bemerkungen w den Beve-lationes G. ae M. 2, 429/.
125 Vcni saneto Spiritus (Monc Bat. Hymnen 1, 244 nr. 186) istdie Antiphon ad vesperas in festo Penteeostes. Es ist der Brauch vorLesung und Betrachtung diese Antiphon zu beten. — Über venie vgl.Denijlc Seuses Schriften 1, 30«. 63«.
128/. der junckfroulicher himelscher orgelknnigin Mechthild vonMagdeburg. Auch hier hat HuN ein, Epitheton der Maria auf eineGottesfreundin übertragen (vgl. Anw. zu XXXIII, 5. XLVI, 36). Mariaheisst des heiligen geistes orgen Zs. f. d. A. 8, 280, 174. Li einemBremer Kirchengebet heisst es sinckunde orgele, duuterkorenekoningynneSchiller-Lübben Mnd. Wb. 3, 234\
139 es stat dran ix. Im Eingang von Mechthilds von MagdeburgLicht der Gottheit heisst es alle die dis buch wellen verneinen, diesöllent es ze niun malen lesen (Gcdl Morel 3).
140/. ich wolt es auch gen Engeltal liehen. Zwischen Sonnen-wendtag (7 Juni) und dem Laurentiustuge (10 August) 1316 erzähltChrislina Ebner in ihren Offenbarungen (Stuttg. Hs. Bl. 52". Ebncrsche3s. 90 Bl. 70'J: do sprach er: mein ewigez liep, ich hon dir dazbuech gesant, daz do heizet ein aus fliezzendes liht der gotheit, vordeim tot dor umb, daz du dester kiiener seist in dein gnaden nitallein durch dich: du solt dor von reden di weil du lebest, dor umbdaz man dein genaden, di ich dir tue, dester gelewiger sei', und inder Osterwoche 1348 erwähnt sie die folgenden Worte aus dem MundeGottes (Stuttg. Hs. Bl. 43*. Ebnersche Hs. 90 Bl. 16"J: 'ich hon dirdaz buch dor umb zu gefuget, daz dein geistliche freude dester grözzer