ZU DEN BRIEFEN XXXV- XXXVI t 355
XXXVII
Vorbemerkung. Da Heinrich (19) rem einem Besuch in Medingenspricht, von dem er erst vor kurzem zurückgekehrt sein kann, da er ferner27 Margaretha bittet, ihm um Weihnachten seinen Schüler Konrad zusenden, da endlich der Brief in die Basler Zeit gesetzt werden muss,weil XXXVIII, 37/. sich auf XXXVII, 21/ besieht, erstercr aber sicheraus Basel stammt ((XXXVIII, 52): so werden wir an der Hand derOffenbarungen auf das Jahr 1341 hingewiesen, Jn dem Heinrich undzwar in den ersten Tagen des Novembers bei Margaretha in Medingenverweilte (Offenb. 60, 2ff.). Auf den Besuch im October 1344 beziehtsich XXXIX (siehe die Vorbemerkung). An den Siedinger Aufenthaltim October 1347 wird bei unserem Briefe kaum gedacht werden können;die Briefe der letzten Jahre des Basler Aufenthaltes zcigm\ einen andernCharakter. Ich setze demnach, für XXXVII den 4 November (Offenb.60, 24/.J bis Weihnachten 1341 als Grenzen der Abfassung an.
1 urspringen subst. Infinitiv, wenn man nicht ein schwaches Sub-stantiv ansetzen will, Lcxer 2, 2012 und Nachtrüge 388.
Iff. Vgl, XVII, 33/. XL, 31/.
10 Wechsel und wandel vgl. XXXIX, 27. XL, 59.
14 lidestu — deinen geminten der Accusaliv in diesem Halle ganzgewöhnlich: Gott leiden, d. h, sein Leiden geistig und körperlich durch-leben.
20 von im (HvN) dir (ME), so weh thut ihm (HvN) dies (Scheiden)von den Seinen.
21/. Der hier genannte hertzenliebe prüder wird mit prüder 0'(32 Lesarten) identisch sein. Gemeint ist Bruder Konrad von Kaisheim,der Freund und frühere Begleiter (vgl. 25) Heinrichs, den wir schonaus Brief XXIV, 21. 27 kennen, Heinrich empfiehlt Margareihen denÜberbringer seines Briefes in den wärmsten Ausdrücken als ain heim-lichs kind gotz lind seines eignen hertzen insigel von Jugend auf, demsie 'an seiner Statt vollauf vertrauen dürfe, vgl. auch XXXVIII, 37/.XLV, 28. — Heinrich .schickte seinen Brief an Margaretha über Kais-heim, mit welchem Kloster er immer nahe Beziehungen unterhalten zuhaben scheint, Ich nehme also an, dass Bruder Konrad nicht von Baselsondern von Kaisheim uns den Brief überbrachte. — Ohne eine Identitätbehaupten zu wollen, sei es doch gestattet anzumerken, dass die Mon.Schönfeldensia zum Jahre 1336 bruder Conrat der glett von Kaysham(Mon, boica 16, 374), zum Jahre 1840 her Conradt glet der ober Keinerzuo Kayshaim (Mon. boica 16, 382) urkundlich nennen.
27 Heinrichs Schüler Konrad, der nicht mit Bruder Konrad zuverwechseln ist, wird noch XLIV, 68, wahrscheinlich auch XL, 44. LXV,24 erwähnt.