ZU DEN BRIEFEN XIII—XV 335
Meten uns dafür Heinrichs Briefe Anhaltspunkte. XVII, 119^- (vgl. XVIII,7) spricht Heinrich von einem Briefe, der ein Kommuniongebet (gebetvon unsers heren fronlichnam, gebet de corpore Christi) enthielt, fürdessen Anfertigung — man malet uns unsern brief — er 30 SchillingHeller hätte zahlen müssen. XIX, 32/. schielet er der Margaretha ihrGebetbuch, indem er sich zugleich für die verspätete Sendung entschuldigt:er wäre damals noch nicht mit dem Buche beim Maler gewesen. Aufähnliches, möglicherweise gerade auf jene Briefe wol gemalet XIV, 45mag sich auch die Äusserung beziehen das gemeld ist noch nit beraitXIII, 74/. Mit der gewerbsmässigen Herstellung solcher gemalter Briefebefassten sich die Briefmaler (die man zum grossen Theil zu den Hand-Schriftenhändlern zählen kann), und. Briefe nannte man auch die mitgeschriebenen oder später gedruckten Gebelen versehenen Heiligenbilder,die unmittelbar an der Kirche ausgeboten wurden, vgl. Wattenbach.Scliriflwesen 2 477, der u.a. an die Lübecker Briefkapelle erinnert. FürNördlingen speziell lässt sich schon früh eine gewisse geschäftliche Ver-bindung von Bücherfabrikanten vermittelst Austausches nachweinen. Vgl.AKirchhof)' Hie Handschriftenhändler des Mittelalters (1853) 119, woauch 121 über die Benutzung des Jahrmarktverkehres zu NördlingenSeitens der Handschriftcnhändlcr einiges beigebracht ist. — Vgl. nochaus den Offenb. der Christina Ebnerin, Ebnersche Es. 89 Bl. 53: ichlag dazumal siech in dem schlafhaiis, und kam ein enge! in einesJünglings gestalt von 18 jähren und hat ein geuiahlten brief in seinerhand, darinn allcrloy ordon gemahlt und sprach: 'wüstest du gern,in welcher Ordnung du bist?', und deutet mit dem flnger auf dasbild, in welchem gemahlt war ein seel, die lag an einem siechtag,und sprach zu mir: 'also liegest du von meiner liebe siech', und tbätden brief aus der hand und vorschwand.
4G enbuit mir schier, wie du mögest vgl. XV, 40//'. — Ilohstetten,Scharcnstetten Anm. zu IX, 52. I, 40.
48/: den Schuler vgl. XT, 73 mit der Anm, XV, 44/. XXIV, 23.
XV
Vgl. Vorbemerkung zu XI. Beziehung zu XIV erhellt ans den Anm.su XV, 3]ff. AOff. 44/
9//'. Vgl. LXVII, 58/.
14 verfurent sie gingen von selbst die verborgenen Wege des Herrenfort, sie wandelten in seinen Spuren.
Slff. Die beiden Mütter, die Heinrich nach Medingen sendet Mar-IJarcthcn und den andern Frauen dort ze einem cleinet sind seine Mutter(43) und Irmel, deren Besuch er im vorigen Briefe ankündigte, vgl. Anm,#« XIV, 43/'. Die Briefe, die er hier sendet berait mit gutem flisz,hatte er bereits XI, 02/ als schir berait in Aussicht gestellt. Gemeint