ZU BRIEF IT 323
des Dorfes Frickingen auf dem Hertfelde, von welchem das ansehnlicheNördlinger Bürgergeschlecltt der Friekhinger seinen Ausgang genommenhat, vgl. Beyschlag Beiträge zur Nördlingischen Gcschlechtshistoric 2(1803),111,//'. Irgend eine Stammesverwandtschaft mit den Flicken hat aberletzteres nicht zu beanspruchen. Bas Wappen der alten Frickones warein (rother?) Schild mit (weissem?) Hammer. Diesem adligen (dahermin frawe die Frickin XLI, 28. XLII, 42. XLV1I, 07) Geschlechte ge-hörte Ofim (= Eufemia XLIII, 106) Frickin an, die urkundlich amSt Erhardstag (8 Jan.) 1341 begegnet als Offmi die Frikin wittwe,herrn Ulrichs selig des Friken wirttin. Ebenda werden genannt ihrSohn Hans, Kirchherr von Wcllenhein (jetzt Wellheim im Bez.Amt undLandgericht Fichstüdt) und ihre Töchter die geistlichen Frauen Adel-heid, Mye (vgl. XLV, 31 ?) und Gute, Frauen zu Zimmern. Die Urkundeträgt die Siegel der Grafen zu Öttingen, des Ytel Frik und des Kirch-herrn Hans, des Sohnes der Offmi. Wie ich die bisherigen Mittheilungenüber das Frickengesclüccht der Güte des Freiherrn von Löffelholz inWallcrstein verdanke, so beruht auch die folgende Zusammenstellung zumgrössten Teil auf den mir freundlichst von jenem Herrn übcrlasscnenRegesteh der Frickones. Fs begegnen bis in die unsern Zweck interes-sierende Zeit urkundlich Ulricus et Chunradus dicti Frickones 1255 ;Conradus Friko miles 1270. 1272. 1279. 1280. 1283; Albertus Vrikkocanonicus ecclesiae Eistettensis 1280 und derselbe 1288 als patruusfratrum: Meinwardus et Albertus filii quondam TJ1. Friconis 1288.Die Gemahlin des Meinwart Frik miles, eines ritters des edlen grafenGhunrads von Ötingen (1297. 1303. 1304) uÄundet 1333 als frau Eisherrn Mainwards des Frikken wittwe, 1334 als Elysabet die Frikkingen. von Öttingen und 1337 als frau Elspeth weiland herrn Mein-warten des Friken ehl. wirttin. Von Meinwards und der ElsbethKindern Meinwart (1333. 1334. 1337. 1338. 1339. 1343. 1348), Peter(1333. 1334. 1337. 1338. 1348) und Anna (1334. 1338) hatte ersterereine Fngcllrud zur Gemahlin: Engeltrud Meinwarts des Frickhen,(ammanns) zu Öttingen hausfrau (1338. 1348). Vgl. Beg. boica 7, 83.209. 214. 262. 378. — Erkenger der Fricke 1319. 1331. 1341; Berhtoldder Frikk Chorherr zu Eysted 1325; die Brüder Itel Frik von Beroltz-heim (an der Altmühl) 1334. 1341 und Chuenrat Frikke zu Berolzheim1334. 1354. Eitels Frau Anna die Frikkin genannt, herrn Heinrichsvon der alten Schönnegg sei. tochter (1354) urknndet 1358 als YtelFrikken sei. wittwe. — Preger Vorarbeiten 96 brachte die Frickin irr-thümlich mit einem in der Basler Diöccse (vgl. die hidices bei TrouillatMonuments de l'hisl. de Fanden eveche de Bäle) vorkommenden Ge-schlechte dieses Namens zusammen.
22/. tocklin == tuochlin; töcklein Ebnersehe Hs. 90 Bl. 23*. Zurganzen Stelle vergl. XLVI, 78/.