322 ANMERKUNGEN
II
Vgl. die Vorbemerkung zu I und Anm. zu IT, 22. 26. Brief II istum Weilmachten geschrieben, Anm. zu lbf.
4 in deiner gotruwiger stille vgl. IV, 18. XXXVI, Gü. Vgl. auchAnm. zu XIX, 26.
7/. Lies durch des schwigund kindlins willen, willen fehlt in I.
8 den worton das IX, 32. XI, 30/. in der Absicht, vgl. Lexer 3,978 /. Anm. zu ÄL 59, 8.
15$*. Die Erwähnung des neugeborenen, schweigenden Christuskindes(Z. 1. 5) weist auf Weihnachten. Bei dem maienbad das uns von imgeben ist in diesen acht tagen denkt HvN an das Bad, in welchemdas neugeborene Kindlein gebadet wurde. Mit den acht Tagen ist dieOctave gemeint. Mit dem blnt, das es vergossen bat, wird auf die Be-schneidung angespielt, vgl. Offerib. 100, 24/'. Zum Ausdruck milchvarbesblut vgl. unser 'wie Milch und Blut'./
22 Das Zusammensein des HvN mit Irmel und der Frickin weistauf den Aufenthalt in der Heimat: wenigstens enthalten die Briefe, sooft sie auch jene Irmel erwähnen (111, 37. VI, 39. VIII, 11. XIII, 79.XIV, 44. XVI, 80. XXXIIT, 30. XXXIV, 70), keine. Stelle, die auf einenzeitweiligen Aufenthalt Irmels in Basel — wie dies bei der Frickin derFall — schliessen lassen. Der später (XXXIV, §§ff.) ausgesprochene,'sehnliche Wunsch Heinrichs, Irmel bei sich in Basel zu haben, gingnicht in Erfüllung, sonst würde sicherlich in, den Briefen aus der BaslerZeit auch Irmels Name unter denen begegnen, die HvN mit Grössen anMargarctiia beauftragen oder sonst zum Kreise der Basler Gottesfreundegehören.
Die Frickin spielt in den Briefen eine bedeutende Bolle. Währendseines Basler Aufenthaltes hat sie wiederholt HvN aufgesucht und ihnauch begleitet, als er später nach Sulz übersiedelte. HvN seinerseitsschätzte die Frickin überaus hoch, wie aus den mannigfachen auszeich-nenden Benennungen in seinen Briefen hervorgeht. Kr nennt sie gotzsunderlichen schätz (XL, 73), das eilend turttelteiblin (XLI, 28), unsergeträwe Schwester (XLIII, 105), den schätz unsers heren Jhesu Christi,unsern lieben friind in got (L, 13/.), unser geträuer fründ und gotzdiemüttige diern (LH, 54/./ Aus der Basler Zeit erwähnt HvN ausseran diesen Stellen der Frickin noch XLII, 43. XL VII, 67. LI, 98; in denBriefen aus der Heimat, also bis 1338, begegnet sie neben unserer Stellenoch VI, 40. VIII, 11. Ein Anonymus nennt sie in einem Briefe anMF die geträwe nachfolgerin unsers heren Jhesu Christi LXIV, 35.Die Frickcn — Frickoncs — waren im Biese ein sehr angesehenes undbegütertes Adelsgeschlecht, deren Existenz sich von 1255 bis ins 15 Jahr-hundert nachweisen lässt. Sie sind wahrscheinlich die ersten Ansiedler