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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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316 ANMERKUNGEN

datiert, sondern am 4 November traf HvN in Hasel ein. Damit stimmtnun sehr gut Margarethas Bericht. Auf seiner Hinreise nach Bambergbesuchte HoN Margaretha in Medingen, wo er am 10 Juli 1347 eintraf(138, 22) und bis zum 28 Juli blieb (142, 2). Er ging dann nach Bam-berg und nachdem er die Reliquienfrage erledigt, trat er mit den Heilig-thümern die Rückreise nach Hasel an, auf der er Medingen abermalsberührte. Dass ME der Reliquien nicht besonders Erwähnung thut, fälltnicht auf. Audi, sonst berichtet sie fast ausschliesslich nur über ihrengeistigen Verkehr mit HvN. Das officiellc Beglaubigungsschreiben desBamberger Domkapitels datiert nun vom 7 September (Trouillat 3, 595Urk. 304); am 11 September ersucht das Bcmberger Kapitel die Bürgervon Nürnberg, die betreffenden Reliquien, die mit grossem Pomp aus derStadt geführt -wurden, gleichfalls ehrwürdig zu begleiten, sobald sie ein-treffen (Trouillat 3, 849)," dieselbe ehrerbietige Aufnahme wird in einemSchreiben vom 11 September von allen Orten, die der Zug passiert, er-beten (Trouillat 3, 849/.). Bald mich dem 11 Uclober traf HvN inMedingen ein; am 4 November war er wieder in Basel. Es stimmt alsoalles. Dass ferner die Worte 148, Viff'. ebenso gut 'ein Freund Lud-wigs d. B. als auch derjenige, der mit Ludwigs Benehmen während seinesLebens nicht einverstanden war' gebrauchen konnte, hat Denifle QF 3(3,60 n. 3 (vgl. Ans. 5, 200) gegen l'reger erwiesen und ich pflichte ihmentschieden bei, wenn er sagt: 'gerade im Munde eines Gegners habendie Worte noch weit mehr Sinn. Weil der Gottesfreund eben die Schuldder abgeschiedenen Seele erkennt und mit Grund ihre Noth vermuthcl,lässt er für sie bäten und möchte wissen, wie es ihr ergangen ist'. AuchMF wusste einen vornehmen Freund, vo>i dem sie 98, 8ff. berichtet, inschulden: dennoch versuchte sie wenn auch lange vergeblich für ihn zubitten.

148, 20/. wan menschlichiu urtail wirt dik betrogen. Preger Der_ kirchenpolitische Kampf 45 bezieht dies auf den Pabst. Margarethas

Allsspruch braucht aber nur auf einen Titeil der öffentlichen Meinung,der ihn nicht achtete und anders von Ludwig dachte als Margaretha,bezogen zu werden. Diese Annahme ist vorsichtiger und wird nicht zuFehlschlüssen verführen.

149, 20/ du bist min gemahel, so bin ich din lieb vgl. Anm. zu09, 19. AL 5, 23. 22, 20. Weinhold zu Lamprechts T. Sion 3742, wonoch folgende Stelle aus den Offenbarungen der Christina Ebner hinzu-zufügen ist, Ebuersclic Tis. 90 Bl. 51" do sprach er: 'mein gemahilund mein freuntin und swestor meine, mein gemahel von der gemahil-schafte, mein freuntin von den freuntlichen dingen, di ich mit dirgeton hon, mein swester von der menscheit, alle di menschen, di doengegenwertig woren, den wil ich unter den drein dingen ie einsgeben: eintweder ich wil in gnad tuen oder bete geweren oder kunf-