Druckschrift 
Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
Seite
309
Einzelbild herunterladen
 

ZU DEN OFFENBARUNGEN S. 96—102 309

im das kind vor an die schaitel mit zwain vingern. dcrselb griff'stet ym noch also frisch an der stiem Zingerle Von ■ den Keyligendreg Minigen, Innsbruck 1855, S. 4.

101, 17 Vgl. Mechthüd von Magdeburg 151 das opfer, das minemMilde wart braht, da han ich mitte alle die bedaht, die ich worlichkonde finden nothaffc. das waren verarmete weisen und reine jung-I'rouwen, die kamen damit zur 6, daz man si nit durfte steinen, undda zuo die elenden siechen und die langen alten, die solten es ge-messen und den hatte es got behalten. Aber dreissig Mark Goldesbehielt Maria zurück für das hungerlachen, da die gemeine liute zuogiengen zuo irme gebette. Gemeint ist das velum jejunii (Lexer 1, 1387unter hungertuoch), das Mechthüd dann im folgenden eingehend be-schreibt, vgl. auch lieoclationes Gertrudianae ac Mechtildianae 2 (1877),461.

102, 25/f. Vgl. 35, 23/. mit der Arm. 45, 17/. 02, 21. Die fol-genden Auseinandersetzungen sind MJEs l'riratansicht. Die Offenbarungender Chrislina Ebner beschäftigen sich gleichfalls vielfach mit dem Intcr-dict, das schwer auf der Ghrisleiiheit lastet. 1328 betet Chrislina fürdie Irrung zivisehen Pabst Johann XXI] und Kaiser Ludwig, vgl. Loch-ner 21 und Heumann 889. Ausser den von Heumann (339/.) und Lochnerausgezogenen Stellen sei aus der Ebnersehen Hs. 90 hier noch folgendesdie Zeil des lnterdietes beireffende mitgetheilt: IM. 08 da zu der andernmesse (an dem sunwentabent 1346) do man sänge, do froget si unsernhorren umb den pan, wo von der als lang gestanden wer, und dazdi heilige cristenheit in so grozzen nöton lege, do sprach er: 'dazist do von, daz ez lang vor geweissagt ist. do muez di prol'ecie be-sten in irer worheit. und auch do von, daz sich di cristenheit nit alsernstlich hat an gnomen dor umb. waz si betent (Hs. betez), dazhaben si mer geton von der ufsetzung wegen den von prinnonderminne. beten si sich mit ernst gegen mir an gnomen, ich het michdoch lazzen uborkomen und auch daz wunder, daz ich dem ertrichhon vor verholen, daz wissent di wol di im himelrich do sint, die domeine uzflizzende wunder do sehen', do sprach si: 'eia, vil liber herre,da wolt ich ez auch gern wissen", do sprach er hin wider zu ir: 'waznimstu dich an? daz hon ich mangem hohen minner und minnerinversagt, doch mag komen, ich offen dir ez hornoch. daz sag ichdir: di sich dor innen behalten haben und triiebsal dor inn erlidenhaben, den gib ich grozzen Ion. di sich nit behalten haben, den kumt(Hs. kunt) ez zu grozzem schaden. (69") den seien bin ich dor innengenedig gewesen'. — Bl. 70» o. 1340 eines tages do het si unsernherren gnomen. do sprach er: 'mein adil bot dich höh gemacht, meinhöh hat dich groz gemacht, mein gunst di spilt mit dir. du bistder menschen eines dem ieh itzunt uf ertrich aller peste tuen, ich