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Margaretha Ebner und Heinrich von Nördlingen : ein Beitrag zur Geschichte der deutschen Mystik
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ZU BEN OFFENBARTINGEN S. 90—93 307

von heut imtz nber ein jor, so pist mir denn der libst mensch denich uf ertrich hon'. Zu Christina Ebner sprach der Herr 1351 überTauler, daz der got der libst mensch wer, der er uf ertrich ein het(Heimann 344. Lochner 34. Stuttg. Hu. El. 69 a . Ebnersche Hs. 90El. 155' 1 ), und zum Jahre 1346 nach dem 14 August heisst es ebenda(Ebnersche Hs. 90 El. 78 b ): unser herr sprach von eim heiigen prister:'daz werk daz er geton hot, daz ist mein wille gewesen, nu wil ichim di gobe heut geben, daz er biz an sein tot in meim willen genschole. daz wirt im nimmer benummen'. und sprach: 'er ist mir derlibsten menschen eins, der ich itzunt eins uf ertrich hone, und dazwerk daz er geworhte hat, des wil ich mich in dem himel von imrüemen vor den engiln und vor den heiigen'. — (74 a ) 'er ist ein uz-schreier meiner eren, daz hat er von meiner gobe. daz der menschenhortzen also prinnent werden, daz ist im verlihen von meim horrengeist. daz ein so getan lautprehtikeit von im wirt, da hon ich inmir selber geleich gemacht: do ich uf ertrich was, an weihe stat ichginge und prediget, wi groz veintschaft ich do het unter den leuten,so wart doch ein groze lautprehtikeit von mir. waz an mir ergangenist, des hon ich nihtz verspart an menschlichem geslehte'. Der heiligel'ranckcus sagte einem Bruder under den liebsten bist du mir derliebsten ein, Lamprechts Eranciscus 2096/.

93, 19/. Der Christina Ebner verkündete Gott zum Jahre 1345 {Eb-nersehe Hs. 90 El. 14 l1 ): 'du pist der menschen eins, dem ich aller zeit-lichst in diser weit hon geton; (Bl. 37 1 ') gedenck, daz du der menscheneins bist, dem ich aller best hon geton. du bist ein faz, do meinhimelische sussikeit ist ein geflozzen'; am St Alexiusabend desselbenJahres (Bl. 40") da sprach si: 'eia liber herre, gib mir heut etwaz'.do sprach er: 'waz sol ich dir mer tuen? ich hon dich teilhaftig ge-macht alles des lones, des in himelrich und in ertrich ist. du bistder menschen eines, dem ich von angenge der werlt aller meist minne-zeichen derzeiget hon'. — (El. 44 b ) do froget si in: 'liber herre, hostdu ez (die Wunder, die er mit ihr gewirkt) ie keim menschen mer kuntgeton als mir?' do sprach er: 'als genzlichen hon ich ez nie keimmenschen mer kunt geton als dir. ich hon dir mer süezzikeit gebenden anderr menschen tausent. ich hon dich gezogen in ein gotlichleben auz dir selber, ich hon dich an gesehen als ein pild'. daz ver-stunt si nit, wie er daz gemeint het. do antwurt er ir: 'do ich deinsei formet in meiner gotheit, do tet si ein widerplike und sah eile(45") die ding an, di ich mit dir tuen wolt. ich hon dich gesetzetan den wecke meiner taugen, do hot dich mein minnoeliche hant zugezogen, ich, ein herre der barmhertzikeit, ich hon ein wunder derwunder an dir geton', und meint ein sunder werk, daz er mit ir daworht.