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Die Geschichte des gräflich Aldenburg-Bentinck'schen Erbfolgestreites in einem Umrisse ...
Entstehung
Seite
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von allen Seiten beleuchtet, und die Meinung über die Hand-lungsweise der Jenaer Nechtsfakultät, insbesondere des Refe-renten, ist nicht nur auf klägcrischer Seite die nämliche geblieben,sondern hat auch bei allen Personen, die davon Kunde erhielten,Staunen und Befremden erregt. Wir wollen hier, nur aufUrkunden der Fakultät selbst und unverdächtige Mittheilungengestützt, berichten.

Das Spruchkollegium der Jenaer Nechtsfakultät bestand zurZeit, als der Beutin ck'sche Prozeß daselbst zur Aburtheilungkam, aus sieben Mitgliedern, von denen aber nur fünf eineentscheidende, die beiden anderen nur berathende Stimmenhatten. Der Präses des Kollegiums, Geheimerath S., nahmals Publizist die Sache in sein Referat. Er beschäftigte sichdamit zwei Jahre lang, bis er im Herbst 1841 mit seinerRelation begann. Während dieser Zeit wurden in Jena ver-schiedene Versuche unerlaubter Einwirkungen im Interesse desBeklagten ruchtbar. Unter Anderem kam zum Sekretär desSpruchkollegs ein kleiner Mann, der, um zu einer Pflichtver-letzung zu verleiten, nicht bloß Gold auf den Tisch legte, sondernauch so galant gewesen war, an Schmucksachen für die Frau zudenken. Die Geschichte kam zur Sprache, ohne daß sich jedochdas Spruchkollegium bewogen fand, dem Oldenburgischen Obcr-appellationsgericht davon Kenntniß zu geben, und eine Unter-suchung zu veranlassen. Wäre dieses sogleich geschehen, sohätten Signalement und Konfrontation leicht zu einer Entdeckungführen können. Eine solche Gleichgültigkeit war für weitereVersuche eine Ermuthigung. Gelingt es A. nicht, so gelingt esvielleicht B.; thun es sechs nicht, so thun es vielleicht zwölf:so kann man denken, wenn Anträge jener Art, statt auf ver-diente Weise behandelt, bloß abgelehnt werden.

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