Druckschrift 
Die Geschichte des gräflich Aldenburg-Bentinck'schen Erbfolgestreites in einem Umrisse ...
Entstehung
Seite
2
Einzelbild herunterladen
 

— 2 —

rcichsgräflichcn Stand erhöhtes, altadelichcs, österreichischesGeschlecht. Das Fräulein Elisabeth war mit ihrer Mutterund Schwester in Folge der damaligen Kriegsunruhen nachAurich gekommen, und am Hofe des Grafen Enno IN. vonOstfrieslaud wohlwollend aufgenommen worden. Graf AntonGünther lernte sie kennen, verlobte sich mit ihr, und stelltedarüber eine mit seinem Blute unterzeichnete Urkunde aus. DieEhe wurde indessen nicht vollzogen. Das Fräulein von Un-gnad kehrte an den Oftfriesischen Hof zurück und vermählte sichspäter mit dem Grafen von Marenholz. Nach dessen unglück-lichem Ende her wurde 1651 zn Berum enthauptet) lebte sie anverschiedenen Orten, und zog zuletzt nach Varel zu ihrem Sohne,bei dem sie starb.

Dieser Sohn Anton Günthers war unter dem NamenAnton von Aldenburg, dem alten Familiennamen fürOldenburg, durch ein Nescript Kaiser Ferdinand III. den 16.März 1646 legitimirt und in den Adelstand , und später den 25.März 1651 in den Freiherrnstand erhoben worden. Auf demReichstag zu Negensburg, den 15. Juli 1653, erhöhte derKaiser denselben, unter dem Namen Anton von Ald enburg,mit allen seinen in rechter Ehe erzeugten und geborenenLeibescrben, männlichen und weiblichen Geschlechtes, inden Neichsgrafenstand, unter der Verleihung aller reichs-gräflichen Rechte, insbesondere der Reichs-und Kreis-standschaft, mit der Befugniß, sich gleich anderenwestphälischen Grafen einem Grafenkollegium zu-zugesellen. Unter den vielen wichtigen, damit verbundenenBegnadigungen ist vorzüglich hervorzuheben: daß der Kaiser i mVoraus die Grafschaft oder sonstige reichsunmittelbare Herrschaft,die Anton von Aldenbnrg erwerben würde, zur unmittel-baren freigehörigen Grafschaft erhob, und ihn bercch-