Druckschrift 
2 (1853) L - Z
Entstehung
Seite
728
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ZUSÄTZE.

in zwei Artikeln hätten abgehandelt werden sollen, erscheint in demgehörigen Lichte schon durch einen Umstand. Herr Graf Werner schreibtsich (Geneal. Taschenb. der gräll. Häuser, 1853, S. 255):Senior heiderLinien," d. h. der älteren Linie der gräflich schlitzschen Familie zuSchlitz und der jüngeren Linie (Schlitz v. Görtz, gen. Wrisberg).Die Familie Schlitz gen. v. Görtz theille sich bekanntlich durch FriedrichWilhelms Söhne, Johann und Ernst August, in zwei Hauptlinien: in dieältere zu Schlitz und in die jüngere zu Rillmarshauscn und Wrisberg-holzen. Beide Linien, die ältere wie die jüngere, haben eine Geschichteund wurden daher zusammen besprochen.

Dass von Wilhelm Balthasar, wie S. 282, Z. 24 angegeben, Fried-rieb Wilhelm stammte, stellt historisch fest. Die weitere Stammreihewird verschieden angegeben: eine nochmalige sehr strenge Kritik allerAngaben spricht am meisten für folgende Reihe. Von Wilhelm Baltiia-sau , gest. 1631, kurmainz. Oberamtmanu zu Alsfeld, stammte als zweiterSohn Johann Volprecht , gest. 1677, Director der fränkischen Reichs-Ritterschaft und Rilterhauplmann, und der jüngere Sohn des Letzterenwar Friedrich Wilhelm , erster Graf v. Schlitz - Görtz, gest. 1728 im82. Jahre, nachdem derselbe zwei Jahre vorher in den Reichsgrafen-stand erhoben worden war. Johann und Ernst August , Ersterer derStifter der älteren, Letzlerer der der jüngeren Linie, waren Söhne desGrafen Friedrich Wilhelm. Die jetzigen Grafen v. Schlitz-Görlz-Wrisbergsind Nachkommen Ernst Augusts, stammen also, wie dieser, von WilhelmBalthasar, und so steht denn S. 282, Z. 24 sehr richtig: von WilhelmBalthasar stammte Friedrich Wilhelm etc.

Die Angabe, dass Ernst August , der Stifter der jüngeren Linie,vor dem Vater gestorben sei, mag sehr richtig sein, konnte aber derRedaction nicht bekannt sein, denn bis 1852, in welchem Jahre dererste Band dieses Werkes erschien, wusste man einzig durch Gaulie(Ausgabe von 1740, S. 667), dass Ernst August seit 1720 hessen-casselscher Ober-Kammerherr und Ober-Amtmann zu Kalzenellenbogengewesen sei. Erst der Jahrgang 1853 des Geneal. Taschenb. der gräfl.Häuser S. 254 bat volles Licht durch die Worte gegeben:die jüngereLinie gegründet von Ernst August, landgräflich hessen-casselschem Ober-Kammerherrn, geb. 1687, gest. 1720 etc.," und so bittet denn dieRedaction S. 282, Z. 19 v. u. statt: hinterliess, zu lesen: hatte.Durch diese sehr einfache Correctur lösen sich aber auch im Interesseder Wissenschaft zwei bis 1852 bestandene Rälhsel. Johann LudwigKlüber (Geneal. Staats-Handbuch. 67. Jahrg. Frankf. a. M. F. Varren-trapp, 1839, S. 499) sagt:eiiie jüngere Linie des Geschlechts Görtz(v. Schlitz, genannt v. Görtz), ansässig in Niederdeutschland, führt denNamen Görtz-Wrisberg. Weit später als die ältere, ward sie in denGrafenstand erhoben," und nach dem Freiherrn v. d. Knesebeck (Iiistor.Taschenb. des Adels im Königr. Hannover, S. 137)wurde 18. März1817 den Gebrüdern Plalo, Werner und Moritz Freiherren v. Gürtz-Wrisberg von Georg Prinzen Regenten gestaltet, sieb der, ihrem Ur-Aellervaler, dem weiland Königl. Kurfürst). Kammerpräsidenten Friedrich